UNTERM STRICH

Bringt mir eure Müden, eure Armen, eure wimmelnden Massen, damit sie frei atmen können, aber bitte nicht KD Wolff! Dem Stroemfeld-Verleger KD Wolff wurde am Freitag auf dem John F. Kennedy Airport in New York die Einreise in die USA verweigert. Nach mehrstündigen Verhören wurde er mit der letzten Lufthansa-Maschine nach Frankfurt am Main abgeschoben. Sein bis 2010 gültiges 10-jähriges Visum, mit dem Wolff bereits drei Reisen in die USA unternommen hatte, sei angeblich schon 2003 widerrufen (revoked) worden. Das war Wolff bisher nicht mitgeteilt worden. KD Wolff war auf Einladung des Vassar College in die USA gereist, um an der Konferenz „African American Civil Rights and Germany in the 20th Century“ teilzunehmen, die vom Deutschen Historischen Institut in Washington, D. C. mitveranstaltet wird. Zu den Teilnehmern gehört u. a. Angela Davis. KD Wolff, der 1967/68 Bundesvorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) war, war als „historischer Zeuge“ eingeladen worden, u. a. weil er 1969 das „Black Panther Solidaritätskomitee“ in Frankfurt gegründet hatte.