Keine Zahlung

Versicherung Parion, Großaktionär der Bankgesellschaft, will sich zunächst nicht an deren Sanierung beteiligen

Der Versicherungskonzern Parion, Großaktionär der Bankgesellschaft, verweigert weiter eine Kapitalerhöhung zur Rettung des angeschlagenen Unternehmens. Zwar habe man grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Peiner gestern. Doch noch seien die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt. Über die Bankgesellschaft akquiriert Parion derzeit 20 Prozent des Neukundengeschäfts im Bereich Lebensversicherungen.

Unterdessen wurde bekannt, dass es bei der Bankgesellschaft vorerst keinen Führungswechsel geben wird. Vorstandschef Wolfgang Rupf bleibt trotz eines Vorstoßes der Arbeitnehmer im Amt. Diese wollten am Sonntag im Aufsichtsrat seine Ablösung erreichen. Der Antrag war jedoch nicht fristgerecht eingereicht worden. Am Wochenende war zudem bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Rupf in Ermittlungen gegen Vorstände und Mitarbeiter einbezogen hat. Es geht um den Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verkauf von Immobilien an eine Investmentgesellschaft in der Karibik verkaufen. Da die Gesellschaft nicht genügend Eigenmittel hatte, wollte ihr die Bank einen Milliardenkredit gewähren. Der Deal scheiterte an Bankenaufsicht und Senat. DPA, TAZ