Retter außer Lebensgefahr

Der couragierte Berliner, der beim Einschreiten gegen zwei Schläger in der Straßenbahn schwer verletzt worden war, ist außer Lebensgefahr. Der ernste Zustand des 42-Jährigen habe jedoch bisher noch keine eingehende Befragung erlaubt, sagte ein Polizeisprecher gestern. Der Mann war in der Nacht zu Donnerstag in einem Wagen der Tramlinie 13 in Prenzlauer Berg von zwei Brüdern zusammengeschlagen worden, nachdem er deren erstem Opfer zu Hilfe kommen wollte. Gegen die 16 und 23 Jahre alten Schläger werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, sagte der Sprecher weiter. Die unmittelbar nach der Tat Festgenommenen seien auf freiem Fuß, da „keine ausreichenden Gründe“ für einen Haftbefehl vorlägen. Sie hatten dem beherzten Mann mehrfach ins Gesicht und auf den Kopf getreten. Der Senat übermittelte dem mutigen Berliner gestern in einem Brief seine Wertschätzung und Genesungswünsche. „Sie haben „Gesicht gezeigt“, heißt es einem Schreiben des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. DPA