: Arbeitslosigkeit sinkt
■ Quote fällt in beiden Teilen der Stadt / Jahreszeitliche Gründe
Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im Mai in beiden Stadthälften erneut leicht zurückgegangen und hat den bisher niedrigsten Stand des Jahres erreicht. Die Belebung am Arbeitsmarkt sei jedoch vor allem jahreszeitlich bedingt, teilte das Landesarbeitsamt Berlin-Brandenburg gestern mit. Im vergangenen Monat waren 197.921 Frauen und Männer ohne Arbeit, 6.097 weniger als im April.
In Westberlin waren im Mai 119.129 Frauen und Männer arbeitslos, 2.364 weniger als im Vormonat, jedoch 11.202 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging im Mai auf 12,1 Prozent zurück nach 12,3 Prozent im April. Im Ostteil hatten 78.792 Menschen keine Arbeit, 3.733 weniger als vor einem Monat. Vor einem Jahr waren rund 19.000 Arbeitlose mehr registriert. Die Quote sackte im vergangenem Monat deutlich von 13,6 auf 13,0 Prozent ab. Bei der Kurzarbeit hält der Rückgang in ganz Berlin seit März an, liegt nach Angaben des Landesarbeitsamtes jedoch weiterhin auf einem für die Jahreszeit hohem Niveau. Im Mai waren 17.536 Menschen nicht vollbeschäftigt, knapp 3.000 weniger als vor einem Monat. Der Rückgang sei vor allem auf gestiegene Nachfrage in der Elektrotechnik, im Baugewerbe und Maschinenbau zurückzuführen.
In Westteil setzten sich die „leichten Besserungstendenzen“ am Arbeitsmarkt der vergangenen Monate fort. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die seit 1983 kontinuierlich gestiegen sei, habe sich erstmals wieder verringert. dpa
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen