■ Antisemitismus: Friedhof geschändet
Pretzfeld (dpa) – Ein jüdischer Friedhof im oberfränkischen Pretzfeld ist von Unbekannten geschändet worden. 18 Grabsteine wurden aus ihren Verankerungen gerissen und zum Teil umgeschmissen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Täter beschmierten die Grabsteine mit Hakenkreuzen, SS-Runen und der Parole „Tod den Juden“. Der Sachschaden beträgt 10.000 Mark. Die Tat war bereits vor mehreren Wochen auf dem abgelegenen Friedhof begangen, aber erst kürzlich von einem Spaziergänger entdeckt worden.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen