piwik no script img

Alltägliche Praxis für die Grünen

■ betr.: "Immigrant zieht in Hamburgs Parlament", taz vom 29.6.93

betr.: „Immigrant zieht in Hamburgs Parlament“, taz vom 29.6.93

Zu der Nachricht „im September 1993 wird erstmals ein ,Deutschtürke‘ in ein bundesrepublikanisches Landesparlament einziehen“, erklärt die Fraktion Bündnis 90/Grüne (AL)/UFV im Abgeordnetenhaus von Berlin:

– bereits im April 1987 wurde Sevim Celebi-Gottschlich für zirka zwei Jahre über die Alternative Liste Berlin Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin,

– außerdem ist seit dem 1. August 1992 Ismail H. Kosan Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Grüne (AL)/ UFV im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Insofern enthalten die Artikel in der Süddeutschen Zeitung und der taz die falsche Information, daß im September 1993 erstmals ein Immigrant in ein Landesparlament einziehen wird. In Berlin ist dieses „erstmals“ bereits seit mehreren Jahren selbstverständliche Praxis seitens Bündnis 90/Grüne. Für die Hamburger SPD mag der Begriff „erstmals“ zutreffend sein, für die Partei Bündnis 90/Grüne ist dies nicht zutreffend. Die Fraktion Bündnis 90/Grüne begrüßt es, daß die Hamburger SPD nachholt, was für uns alltägliche Praxis ist. Marie-Luise Dittmar,

Pressesprecherin der

Fraktion Bündnis 90/Grüne

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen