■ Algerien: Todesstrafe beantragt
Die algerische Staatsanwaltschaft hat im Prozeß gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen für den Anschlag auf den Flughafen von Algier im August letzten Jahres 15 mal Todesstrafe gefordert. Betroffen sind unter anderem zwei führende Mitglieder der fundamentalistischen „Islamischen Heilsfront“ (FIS), Hocine Abderrahim und Said Soussene. Bei dem Anschlag waren 9 Menschen getötet und 123 verletzt worden. Fast alle Angeklagten hatten sich während des Prozesses für unschuldig erklärt. Vorherige Geständnisse seien durch Folter erpreßt worden.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen