Aktuelle Nachrichten in der Coronakrise: Stiko empfiehlt Booster für Ältere

Eine Auffrischungsimpfung sei demnach sinnvoll für Menschen über 70. Pfizer beantragt in den USA die Zulassung des Biontech-Vakzins für Kinder ab 5.

Eine ältere Frau bekommt ein eSpritze verabreicht.

Eine Bewohnerin einer Seniorenresidenz in Sachsen-Anhalt bekommt ihre dritte Coronaimpfung Foto: Peter Endig/dpa

Biontech in den USA bald ab 5 Jahren?

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung seines zusammen mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Corona-Impfstoffs für fünf- bis elfjährige Kinder beantragt. Pfizer erklärte am Donnerstag auf Twitter, der Zulassungsantrag liege der US-Arzneimittelbehörde FDA vor.

Im September hatten die beiden Unternehmen bei der FDA bereits Studiendaten eingereicht, wonach der Impfstoff bei Kindern „sicher und wirksam“ sei. (afp)

Stiko empfiehlt Drittimpfung für Über-70-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat grundsätzlich eine Corona-Auffrischungsimpfung für Menschen ab 70 Jahren empfohlen. Zudem soll Bewohnern und Bewohnerinnen von Altenheimen sowie Pflegepersonal und anderen Mitarbeitern mit direktem Kontakt zu Betreuten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eine Auffrischungsimpfung angeboten werden, wie die Stiko am Donnerstag in Berlin mitteilte. Gleiches gelte für das Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt Booster-Impfungen für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. (afp)

Auch Finnland schränkt Moderna-Impfungen ein

Nach Schweden und Dänemark schränkt nun auch Finnland Impfungen mit dem Corona-Vakzin des US-Biotechnologiekonzerns Moderna ein. Für Männer unter 30 Jahren werde die Verabreichung des Impfstoffs ausgesetzt, teilt das Institut für Gesundheit und Soziales mit. Grund seien seltene Nebenwirkungen an Herz und Gefäßen.

Schwedische und dänische Gesundheitsbehörden hatten am Mittwoch angekündigt, die Anwendung des Moderna-Impfstoffs für alle jungen Erwachsenen und Kinder auszusetzen. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, das Risiko von Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen sei sehr gering, hieß es. (rtr)

Moderna plant Produktion in Afrika

Der US-Impfstoffhersteller Moderna plant eine Fabrik in Afrika, in der jährlich bis zu 500 Millionen Dosen an mRNA-Vakzinen hergestellt werden sollen. Auch der Corona-Impfstoff des Konzerns soll dort entstehen. Die Vakzine sollen in der Anlage auch abgefüllt und verpackt werden.

Moderna will bald mit dem Entscheidungsprozess über den Standort beginnen. „Wir erwarten, in dieser Fabrik unseren Covid-19-Impfstoff herzustellen sowie weitere Produkte aus unserem mRNA-Impfstoff-Portfolio“, erklärte Moderna-Chef Stephane Bancel. (rtr)

RKI meldet über 11.000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet 11.644 Neuinfektionen. Das sind rund 500 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 62,6 von 62,3 am Vortag, vor einer Woche lag sie bei 63,0. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Ein­woh­ne­r:in­nen sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

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68 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, wie das RKI weiter mitteilt. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94.027. Insgesamt fielen in Deutschland bislang rund 4,28 Millionen Corona-Tests positiv aus. (rtr)

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