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„Aktion Sühnezeichen“ kann weitermachen

■ Sanierungskonzept bedingt Entlassungen/ Kredit von 565.000 Mark

Berlin (epd) – Mit einem Kredit von insgesamt 565.000 Mark von der Bank für Sozialwirtschaft soll die Finanzkrise behoben werden, in der sich die Aktion Sühnezeichen seit einem Jahr befindet. In dieser Summe enthalten sind ein Überziehungskredit von 315.000 Mark und ein Festkredit von 250.000 Mark, teilte der Vorstand der Aktion Sühnezeichen am Wochenende auf dem traditionellen Jahrestreffen der Vereinigung in Berlin mit. Voraussetzung für die Kreditbewilligung sei ein Sanierungskonzept gewesen, das von einer Hamburger Wirtschaftsprüfungsfirma erstellt wurde. Wie es bei dem Treffen weiter hieß, hat Sühnezeichen-Geschäftsführer Jo Rodejohann zum 30. Juni 1993 gekündigt.

Der Vorstand habe inzwischen Jens Pohl zum kommissarischen Geschäftsführer bestellt.

Das Sanierungskonzept sieht sowohl verschiedene strukturelle Veränderungen als auch einen Personalabbau in allen Bereichen vor. Ziel sei eine Reduzierung der Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter von derzeit 28 auf 19 Angestellte. Vorgesehen sei außerdem, daß die Räume der Ostberliner Geschäftsstelle aufgegeben werden. Ihr bisheriger Geschäftsführer, Michael Standera, bedauerte bei dem Treffen, daß damit „ein Ort der Begegnung“ verloren gehe.

Wie Standera betonte, sei eine Weiterführung von Sühnezeichen Ost nötig, wozu „wir Menschen unseres Vertrauens und mit unseren Erfahrungen brauchen“. Denkbar wäre ein Regionalverband Ost unter dem Dach der Aktion Sühnezeichen. Auch das Mitglied des Sühnezeichen-Kuratoriums, Konrad Weiß, sprach sich für eine Fortführung der ostdeutschen Arbeit unter dem Dach der seit Mai letzten Jahres wiedervereinten Aktion aus.

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