piwik no script img

Acht Bewerber für die Westschiene

Düsseldorf (dpa) — Um die Ausstrahlung eines neuen privaten Satellitenprogramms, das im gesamten deutschsprachigem Raum zu empfangen sein wird, haben sich bis zur Ausschlußfrist am Mittwoch acht Veranstalter beworben. Wie die Landesanstalt für Rundfunk (LfR) in Düsseldorf mitteilte, wollen auf dem „Westschienen-Kanal“ senden: Die Anbietergemeinschaft Westschienenkanal mit der Bertelsmann-Tochter UfA und der DCTP Entwicklungsgesellschaft für TV-Programm, die Blickpunkt Fernsehproduktion, die Kanal 4 Rundfunkgesellschaft, die Nord- West-Fernsehprogramm-Gesellschaft, Pro 7 Television, Radioropa Tele und Radio, Tele 5 Kabel Media Programmgesellschaft und die Veranstaltergemeinschaft Landesweites Fernsehen Nordrhein-Westfalen.

Wie die UfA Film und Fernseh GmbH am Mittwoch ergänzend berichtete, würde ihr Programmschwerpunkt weniger bei der Unterhaltung als bei der Information liegen. „Wir wollen nicht die deutsche Antwort auf CNN sein“, so UfA-Geschäftsführer Bernd Schiphorst, „aber vor dem Hintergrund der Ereignisse der jüngsten Vergangenheit“ habe offenbar gerade ein „informationsorientiertes Vollprogramm“ eine Chance. Nach Angaben der LfR wird über die Vergabe des Kanals, der in NRW auch über Antenne zu empfangen sein wird, voraussichtlich im September entschieden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen