■ ASYLVERFAHREN: Berlin und Brandenburg uneinig
Berlin. Berlin und Brandenburg wollen die Asylverfahren beschleunigen, sind aber in der Frage einer Grundgesetzänderung und einer künftigen Einwanderungspolitik weiterhin uneinig. Nach Meinung des Berliner Innenstaatssekretärs Armin Jäger (CDU) müsse es Ziel sein, den »Zustrom« an Asylbewerbern zu verringern. Dazu müsse das Grundrecht auf Asyl ergänzt werden, sagte Jäger am Montag abend vor Juristen. Der zuständige Abteilungsleiter im Potsdamer Innenministerium, Hoffmann (SPD), sprach sich gegen eine Änderung des Asylrechts aus. 40 bis 60 Prozent der Flüchtlinge hätten nach der Genfer Konvention ein Bleiberecht. Die Art, wie über das Asylproblem debattiert werde, sei häufig Ursache von Ausländerfeindlichkeit.
TOLERANZ
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen