■ Berichtigung: ARD-Finanzausgleich
Der Intendant des SFB, Günther von Lojewski, hat uns – zu Recht – darauf hingewiesen, daß sein Sender mitnichten der größte Empfänger beim ARD-Finanzausgleich ist, wie am Donnerstag auf dieser Seite zu lesen war. Richtig ist: Am meisten Geld bekam im vergangenen Jahr der Saarländische Rundfunk (87,2 Mio.), es folgen Radio Bremen (75 Mio.) und der SFB (25,5 Mio.). Richtig ist allerdings auch: Die Steigerung, die der SFB in seinem Bedarf angemeldet hat, ist enorm und würde ihn als Empfänger im Finanzausgleich weit nach oben katapultieren. Darauf bezieht sich Jobst Plog, Intendant des NDR, wenn er sagt, der SFB habe dabei „keinerlei Erfolgsaussicht“. Laut Tagesspiegel vom 26. 4. 95 hat der SFB für die nächste Gebührenperiode (1997 bis 2000) 597 Millionen Mark zusätzlich bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) angemeldet, kaum weniger als der große WDR (plus 659 Mio.) und weit mehr als Radio Bremen (443,9 Mio.) oder gar der ORB (161,3 Mio.). Als Gründe gibt der SFB vor allem technischen Nachholbedarf, Gebäudesanierungen und die Altersversorgung an.MR
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