: AKW Mülheim-Kärlich
■ Betr.: "Unheilbar - mausetot", taz vom 25.5.91
betr.: „Unheilbar — mausetot“, Kommentar von Gerd Rosenkranz, taz vom 25.5.91
Natürlich finde ich es auch großartig, daß das Atomkraftwerk in Mülheim- Kärlich gerichtlich stillgelegt wurde, und es sieht ja wirklich so aus, als bliebe es dabei. Dennoch gibt es einen bemerkenswerten Umstand an der Sache, den auch die taz nicht berichtet hat:
Die Anlage in Mülheim-Kärlich ist die einzige, für die der Auftrag nicht an den deutschen Monopolisten in Sachen Atomenergie, Kraftwerk- Union, ging, sondern an die amerikanische Konkurrenz Babcock &Wilcox. Dies kann ein Grund dafür sein, daß der mächtige Siemenskonzern sich hinter den Kulissen der offiziellen Politik für dieses AKW nicht gerade stark gemacht, sondern das Scheitern der Konkurrenzanlage mit klammheimlicher Freude beobachtet hat. Klaus Gärtner, Fachgruppe Energie bei der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Hamburg
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen