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AKW-Gegnerinnen mit Frühjahrsgefühlen

Berlin (taz/dpa) — Die AtomkraftgegnerInnen im Norden und Süden der Republik wachen aus dem Winterschlaf auf. In Gorleben diskutierten die Anti-AKW-Aktivisten neue Widerstandskonpzepte gegen den drohenden Transport von Atommüll in sogenannten Castor-Behältern. Oberpfälzer und österreichische Bürgerinitiativen machen zeitgleich gegen die Atomkraftpläne der tschechoslowakischen Regierung mobil. Die CSFR, „neues Utopia der deutschen Atomkraftlobby“, sei mit deutscher Hilfe auf dem Weg, zum Atomstaat Nummer eins in Osteuropa zu werden, befürchtet die Bürgerinitiative Schwandorf.

Die in Gorleben versammelten Aktivisten wollen in den kommenden Wochen vor allem das AKW Biblis sehr genau beobachten. Von dort sollen möglicherweise Castor- Atommüllbehälter in die Zwischenlager Ahaus oder Gorleben transportiert werden.

Die Oberpfälzer AKW-GegnerInnen befürchten, daß die CSFR künftig sogar Atomstrom nach Westen exportieren will. Im slowakischen Mochovce sollen mit deutschem Know-how vier 400-Megawatt-Blöcke und bis 1996 in Temelin weitere vier 1.000-Megawatt- AKWs ans Netz gehen. Siemens verhandle außerdem mit dem tschechischen „Energieriesen“ Skoda über den Bau eines 200-Megawatt-Hochtemperaturreaktors zur Warmwasserversorgung Pilsens. ten

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