: 50 Kilo auf vielen Füßen
Was nach Horrorfilm klingt, hat manchmal wirklich gelebt – zumindest in der Vergangenheit. Durch Zufall hat ein Doktorand am Strand im Norden von England die fossilen Überreste eines beinahe drei Meter langen Riesen-Tausendfüßers entdeckt. Eine Analyse des Funds ist jetzt im Journal of the Geological Society erschienen. Die Forscher:innen berechneten die Maße des Tieres auf 55 cm Breite und 2,63 Meter Länge, bei einem Gewicht von 50 Kilogramm. Zwar waren bereits Fossile der Gattung Arthropleura bekannt, teils aus Deutschland. Darunter waren aber kaum größere Teile ausgewachsener Exemplare der Tiere, die mit den heutigen Tausendfüßern – tatsächlich haben sie fast nie wirklich so viele Füße – zumindest nahe verwandt sind.
Die fossilen Urtausendfüßer waren wohl die größten jemals lebenden Gliedertiere. Möglich war ihr Riesenwuchs, weil die Atmosphäre vor gut 300 Millionen Jahren sauerstoffreicher war; zudem lag Großbritannien in tropischer Äquatornähe. Eine weitere Erklärung könnte reichhaltige Ernährung sein. Eventuell handelte es sich sogar um Räuber, die andere Arthropoden oder auch kleine Wirbeltiere fraßen. (atm)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen