5 orte, tiere und menschen, die stabil geblieben sind:
1 Der Hambi
Tausende Klimaschützer*innen und Aktivist*innen hatten 2018 für seinen Erhalt gekämpft. Acht Jahre später wird der Wald am Rand des rheinischen Braunkohlereviers zum „Wildnisentwicklungsgebiet“ erklärt, also quasi zum Urwald. Flächen, die der RWE Power AG gehören, sollen bis 2035 öffentliches Eigentum werden, Tiere und Pflanzen sich dort ungestört entwickeln können. Der Hambi bleibt – dauerhaft.
2 Paris
Auch die Seine wird diesen Sommer wieder zu einem Ort der Naherholung. Für die Olympischen Spiele hatte die Stadt den Fluss, der lange als „Toilette von Paris“ bezeichnet wurde, für mehr als eine Milliarde Euro gesäubert. 100 Jahre lang war das Schwimmen dort verboten. Jetzt werden zum zweiten Mal Schwimmbecken geöffnet – kostenlos und also auch für alle, die es sich nicht leisten können, an heißen Sommertagen an kühlere Küstenorte zu fahren. Für das Projekt eingesetzt hatte sich die damalige Bürgermeisterin Anne Hidalgo, unter der Paris zu einem Modell für eine umweltorientierte Stadtplanung wurde.
3 Queere Brandenburger*innen
Und all ihre Allys: 22 Christopher Street Days finden dieses Jahr in Brandenburg statt – so viele wie noch nie. Die Angst vor Gewalt ist dabei groß. Nach Angaben des Sicherheitsreports der Amadeu Antonio Stiftung wurde im vergangenen Jahr jeder zweite CSD in Deutschland von Angriffen überschattet, rund die Hälfte kam gezielt von Rechtsextremen. Umso wichtiger, dass sich möglichst viele stabile Menschen auf der Straße verbünden – loud and proud!
4 Aydan Özoğuz
Die SPD-Politikerin, die den Sportausschuss des Bundestags leitet, setzt sich derweil für die Rechte eines Schiedsrichters ein, dessen Einreise aktuell von den USA verweigert wird. Omar Artan sollte als erster Schiedsrichter Somalias bei einer Weltmeisterschaft Spiele leiten. Grund für das Einreiseverbot sollen angebliche Verbindungen zu einer Terrororganisation sein. Somalia zählt zu den 39 Nationen, für deren Bürger*innen strengere Einreisevorschriften gelten. „Wir dürfen den Geist der Fußball-WM auf keinen Fall der Willkür des Austragungslands überlassen“, sagt Özoğuz – und setzt den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino öffentlich unter Druck.
5 Ein Weißer Hai im Mittelmeer
Den filmten technische Taucher bei einer Mission zur Bergung von Geisternetzen in der Straße von Sizilien. Solche Aufnahmen im Mittelmeer gelten als äußerst selten – womöglich sind es sogar die ersten ihrer Art. Das vermeintliche Monster der Meere habe sich dabei kein bisschen aggressiv gezeigt, sagten die Forschenden, nur neugierig und ziemlich entspannt. (kafe)
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