5 dinge, die wir gelernt haben:
1 Trump ist ein Stöhner
Nach seinem Iran-Super-GAU geht Donald Trump erstmals unter Leute und liefert gleich wieder eine erbärmliche Szene. Er hampelt mit den Amen, stöhnt und sagt Dinge wie „Darling, I love you“, „She gets him“, „…drops him“. Es ist wirres, obszönes Zeug. What the f*ck meint er?, fragen sich viele. Das Video ist schlimm und, weil live übertragen, kein KI-generierter Fake. Mittlerweile wurden Erklärungen geliefert: Trump äffe Gewichte hebende Transpersonen nach. Dem Typen ist echt nicht mehr zu helfen.
2 J. D. Vance ist nicht echt
Selbst Trump-Fans fordern inzwischen, dass er entfernt wird aus dem Amt. Dann würde J. D. Vance erster Mann im Staat. Ist er’ne Alternative? Vance hat die Anmutung einer KI-Figur. Sie tut das, womit sie an Inhalten gefüttert wird. Mal fand er Trump abscheulich, dann ist er sein größter Anhänger. Privat sei er gegen den Irankrieg, heißt es, öffentlich zu hören war davon nichts. Jetzt soll er sich um Frieden kümmern. Kein Wunder, dass ihn Katars Premier bei den Verhandlungen ungegrüßt stehen lässt. Vance ist nicht real.
3 Die KI produziert nur Sinnesbrei
Wo es schon um KI geht, hier das Neuste: In Los Angeles wurde ein Museum eröffnet ausschließlich für KI-generierte Kunst. Dataland heißt es. Die erste Ausstellung führt in den digitalen Urwald, und je nach Biodaten der verkabelten Besucher*innen ändert sich die Musik. Ein bulimischer Sinnesbrei entsteht, wie Rezensionen nahelegen. Fakt: Das kreative Moment, das künstlerisch Schaffenden innewohnt, bleibt auf der Strecke. Was hier Kunst heißt, kommt von der Maschine, der Mensch ist obsolet.
4 Zohran Mamdani ist echt
Der Bürgermeister von New York City baue, so politische Analyst*innen, gerade seine Machtbasis aus. Drei von ihm unterstützte Kandidat*innen, die eine linksgerichtete Agenda vertreten, gewannen bei Vorwahlen gegen etablierte Amtsinhaber*innen. Einige konservative Demokrat*innen meinen trotzdem noch, dass progressive Themen Wählende abschrecken. Das müssen reiche Wählende sein. Denn Mamdani sucht tatsächlich Wege, sein Versprechen einzulösen und Reiche stärker zu besteuern. Mamdani ist definitiv nicht künstliche Intelligenz, er denkt selbst.
5 Jehovas Zeugen zeigten Haltung
Endlich bekommen auch im Nationalsozialismus verfolgte Zeug*innen Jehovas ein Denkmal in Berlin. Verfolgt wurden sie, weil sie Kriegsdienst und Hitlergruß verweigerten. Auch wenn ihre Glaubenspraxis Fundamentalistisches bedient, sind sie klare Pazifist*innen und stehen für eine Trennung von Kirche und Staat. So zeigten sie in der Nazizeit Haltung. Haltung, das ist etwas, was KI nicht zeigen kann, weil sie keine hat. (ws)
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