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■ Wieder Massaker in Ruanda170 Flüchtlinge vermutlich ermordet

Kigali (AFP) – Bei einem neuen Massaker sind in der ruandischen Hauptstadt Kigali vermutlich 170 Menschen, darunter zahlreiche Kinder, getötet worden. Das berichteten zwei Mitglieder des Ordens der „Weißen Väter“ am Samstag. Der 58jährige französische Missionar Henri Blanchard und der 47jährige deutsche Pater Otto Mayer sagten vor Journalisten, sie hätten die Leichen mehreren Flüchtlingen wiedererkannt, die am Freitag aus den Gebäuden der Kirchengemeinde Saint-Andre im Stadteil Nyambirambo verschleppt worden waren. Insgesamt wurden nach ihren Angaben 170 Personen von etwa 30 Milizionären mit Lastwagen fortgebracht. Sie seien mit großer Wahrscheinlichkeit alle getötet worden. In Nyambirambo halten sich nach Angaben der Patres noch mehrere hundert Flüchtlinge auf, vor allem Tutsi. Bemühungen zu ihrer Evakuierung waren in der Vergangenheit gescheitert. Bereits am Dienstag waren 70 Menschen in Nyamirambo getötet worden.

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