16.03.2026 : Fast 90 Prozent der Print-Abos gehen bei taz-Seitenwende mit
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Die Seitenwende – die Einstellung der gedruckten Werktagsausgabe der taz zugunsten eines digitalen e-Paper-Angebots – gilt als medienhistorischer Schritt: Erstmals hat eine überregionale Tageszeitung diesen vollständigen Wechsel gewagt. Die Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Leser*innen den Transformationskurs der taz unterstützt.
Der langjährig geplante tiefgreifende Digitalisierungsprozess der taz war ein enormer Kraftakt. Nun wird er von Erfolg gekrönt: 89,3 Prozent der täglichen Print-Abonnent*innen sind beim Wechsel zur rein digitalen Werktagsausgabe dabeigeblieben. Damit liegt die Quote deutlich über der ursprünglichen Erwartung von 70 Prozent.
Ausgehend von knapp 14.600 Print-Abos im Oktober 2025 sind damit fast neun von zehn Leser*innen bei der taz geblieben. Rund 70 Prozent nutzen weiterhin ein Kombi-Abo aus digitaler Tagesausgabe und gedruckter wochentaz.
„Dass so viele mit ins Digitale gegangen sind, übertrifft unsere Erwartungen deutlich," sagt taz-Geschäftsführer Andreas Marggraf. "Diese Zahl zeigt vor allem eines: Unsere Leser*innen vertrauen der taz und unterstützen den Wandel."
„Unabhängiger Journalismus bleibt zukunftsfähig, wenn er von einer solidarischen Community getragen wird,“ ergänzt Katrin Gottschalk, Chefredakteurin der taz. „Und unsere wächst: Wir erreichen gerade so viele Menschen wie noch nie.“
Im Zuge der Seitenwende haben viele neue Leser*innen ein Probe-Abo abgeschlossen und sind anschließend dabeigeblieben. Auch das freiwillige Online-Bezahlmodell „taz zahl ich“ wächst stetig und verzeichnet derzeit 48.500 Unterstützer*innen.
Der erfolgreiche Start der digitalen Tagesausgabe stärkt auch die wirtschaftliche Lage der Zeitung. Vorstand und Aufsichtsrat der taz haben deshalb beschlossen, die Gehälter der Mitarbeitenden ab März zu erhöhen. Zusätzlich wird ein Bonus für das Geschäftsjahr 2025 ausgezahlt.
„Die Seitenwende der taz ist ein großartiger Erfolg, auf den wir alle heute stolz sind“, sagt Anja Mierel aus dem taz-Vorstand. „Und die Arbeit der taz-Mitarbeitenden ist die Basis dafür. Da ist nicht nur ein Bonus fällig. Es ist auch an der Zeit, die taz-Gehälter anzuheben – immer mit Augenmaß, aber eben auch nachhaltiger, als das bisher möglich war.“