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1.500 Plakate gegen Ausländerfeindlichkeit

■ Jugendministerin Angela Merkel präsentierte Sieger eines Wettbewerbs

Berlin. „Angesichts brennender Asylbewerberheime und unverhohlener Ablehnung von Fremden auf der einen Seite und Ohnmacht und Gleichgültigkeit auf der anderen Seite ist es an der Zeit, die innere Stimme laut werden zu lassen.“ Mehr als 1.000 Graphiker folgten diesem Aufruf ihrer drei Berufsorganisationen und setzten mit ihren Mitteln ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenhaß. Mit 1.500 Plakaten beteiligten sie sich an einem Wettbewerb der Graphik-Verbände, des Vereins für Kommunalwissenschaften und des Bundesjugendministeriums.

Bundesministerin Angela Merkel (CDU) präsentierte gestern in Berlin die nach Ansicht der Jury zehn besten Kunstwerke. 147 ausgewählte Plakate sind noch bis zum 7. Mai im Ernst-Reuter-Haus an der Straße des 17. Juni zu sehen. Anschließend geht die Ausstellung unter anderem nach Leipzig, Rostock und Dresden.

Das Siegerplakat ist gleichzeitig auch das schlichteste. „Wieder Gewalt“ hat Rolf Müller aus Gera darauf geschrieben, das erste „e“ ist rot durchgestrichen. „Es ist vielleicht nicht das Kunstwerk, das am meisten zur Diskussion anregt“, sagte Frau Merkel. Für sie sind der Wettbewerb und die Ausstellung eine „Demonstration für eine freiheitliche und offene Gesellschaft, für Toleranz und Vielfalt.“ Zweite Preise gingen an Christoph Preuschoff aus Steinenberg (Baden- Württemberg) sowie Andreas Fechner und Bernward Kraft aus Essen. dpa

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