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taz panter Talk über Kuba In Wartestellung

Die taz panterstiftung lädt zu einem Theatermonolog und einem Gespräch mit dem Schriftsteller Amir Valle und kubanischen Journalist:innen über die derzeitige Lage und mögliche Perspektiven Kubas ein.

„Warum ist mein Sohn gestorben?“ Mit dieser Frage protestierte die US-amerikanische Friedensaktivistin Cindy Sheehan, deren Sohn Casey 2004 im Irakkrieg umgekommen war, wochenlang vor der Ranch des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Diese Phrase ist zugleich zentrale Kernfrage des Theaterstücks „Mutter Courage – Das authentische und imaginäre Tagebuch der Cindy Sheehan“ von Dario Fo und Franca Rame.

Veranstaltungsinformationen

Wann: Do. 02.07.2026, 19 Uhr

Einlass: 18.30 Uhr

Wo: taz Kantine und im Livestream (auf Deutsch und Spanisch)

Friedrichstr. 21

10969 Berlin

Eintritt frei.

Die Teilnahme ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Wir bitten Sie daher um eine Anmeldung über dieses Ticket-Portal. Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt ist kostenlos. Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.

In der taz Kantine wird ein Auszug aus dem Stück zu sehen sein, das die kubanische Theaterregisseurin und Schauspielerin Roxana Pineda aufführen wird – auf Spanisch mit deutschen Untertiteln. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage kann die darin aufgeworfene Frage auch als Warnung verstanden werden: als Hinweis darauf, was ihrer Heimat Kuba bevorstehen könnte.

Kuba erlebt die vielleicht schwerste Krise seit der Revolution von 1959. Nach der Seeblockade der USA steht die Karibikinsel mit dem Rücken zur Wand: Die Wirtschaft liegt am Boden, täglich kommt es zu Stromausfällen, die Versorgungslage ist verheerend – und eine Invasion der das US-Militär jederzeit möglich.

Im anschließenden Gespräch geht es um die momentane Situation und mögliche Perspektiven Kubas. Moderiert vom taz-Lateinamerika-Redakteur Bernd Pickert sind drei in Deutschland lebende Exilkubaner als Gäste geladen: der Schriftsteller Amir Valle und als Vertreter der jüngeren Generation die Journalist:innen Mauricio Mendoza und Cynthia de la Cantera.

Unter anderem wird es um die Lage von Medien und Journalist:innen auf Kuba gehen und darum, wer dort nach vielen Jahren des brain drain noch einen Wandel von innen in Bewegung setzen – und welche Rolle das Exil bei überfälligen Reformen spielen könnte.

Oder, ob ein „Deal“ mit der Trump-Administration möglich ist, der nicht allein den alten Netzwerken die Kontrolle über das Leben belässt und das Überleben bestimmter gesellschaftlicher Errungenschaften gewährleistet. Und für uns hier in Deutschland stellt sich die Frage, wie praktische Solidarität mit Kuba in heutigen Zeiten aussehen kann.

Inszenierung von:

🐾 Roxana Pineda ist eine kubanische Theaterregisseurin und -schauspielerin. Sie ist Gründungsmitglied des Ensembles Estudio Teatral de Santa Clara und leitet das Festival Magdalena Sin Fronteras, das weibliche Theaterschaffende aus der ganzen Welt zusammenbringt. Zurzeit nimmt Pineda bei der Fondazione Fo Rame, einer Kooperationspartnerin der taz panterstiftung, in Italien ein Auszeit-Stipendium.

Ein Gespräch mit:

🐾 Amir Valle ist ein kubanischer Schriftsteller, Journalist und Literaturkritiker. Er ist vor allem für seine Kriminalromane bekannt. Seit 2006 lebt und arbeitet er unfreiwillig im Exil in Berlin. Wegen seiner Kritik an den Verhältnissen auf Kuba sind seine Werke in seiner Heimat verboten und sein Name wurde aus offiziellen Literaturgeschichten gestrichen.

🐾 Mauricio Mendoza ist ein junger kubanischer Journalist, u.a. hat er für unabhängige Medien wie Diario de Cuba, elTOQUE und El País gearbeitet. 2021 wurde er bei einer Demonstration von Künstler:innen, Journalist:innen und Aktivist:innen vor dem kubanischen Kulturministerium in Havanna verhaftet. Seither gilt er der Regierung als „Konterrevolutionär“. Seit 2024 lebt Mendoza im Exil.

🐾 Cynthia de la Cantera ist eine kubanische Journalistin. Sie ist von Kuba nach Nürnberg gegangen, nachdem sie für ihre Berichterstattung für das unabhängige digitale Magazin Yucabyte und der Teilnahme an einem friedlichen Protest verfolgt wurde. Sie ist Expertin für digitale Medien auf Kuba.

🐾 Bernd Pickert moderiert die Veranstaltung. Er ist der USA- und Lateinamerikaredakteur der taz und hat für die taz panterstiftung mehrere Workshops mit Journalist:innen aus Kuba geleitet.

Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Spanisch mit Simultanübersetzung stattfinden.

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Ein Thumbnail eines Youtube-Livestreams, auf welchem man eine Straßenecke in Kuba mit mehreren Menschen sieht.

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Beteiligen Sie sich:

Sie möchten vorab Fragen für diese Veranstaltung einreichen? Oder nach dem Gespräch Zuschauer:innen-Feedback geben? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Mail: taztalk@taz.de