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taz Talk mit Jan Gerber Das Verschwinden des Holocaust

Jan Gerber, Historiker am Simon-Dubnow-Instituts, über den Wandel der (nicht nur) deutschen Erinnerungskultur.

Wie lässt sich die Erinnerung an den Holocaust aufrecht erhalten? Jan Gerber im taz Talk Foto: Markus Schreiber

Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Gerber, Historiker und Forscher am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig, erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte.

Veranstaltungsinformationen

Wann: Mo., 26.01.2026, 19:00 Uhr

Einlass: 18:30 Uhr

Wo: taz Kantine und im Livestream

Friedrichstr. 21

10969 Berlin

Eintritt frei. Platzreservierung erforderlich.

Die Teilnahme ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Wir bitten Sie daher um eine Anmeldung über dieses Ticket-Portal. Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt ist kostenlos. Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.

Auch die Erinnerung begann hierzulande zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum.

Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.

Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.

Am Vorabend des Holocaust-Gedenktages im Gespräch:

🐾 Jan Gerber ist promovierter Politikwissenschaftler und habilitierter Historiker. Seit 2009 arbeitet er am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, seit 2010 in leitender Funktion als Leiter des Forschungsressorts »Politik«. Er ist Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte mit Schwerpunkt Moderne jüdische Geschichte an der Universität Leipzig sowie Mitherausgeber der Hallischen Jahrbücher und der Reihe „Theorie & Debatte“ in der Edition Tiamat.

🐾 Jan Feddersen moderiert diesen taz Talk, er ist taz-Redakteur für besondere Aufgaben sowie Kurator der taz Talks und des taz lab.

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