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26.02.2026 , 22:41 Uhr
Ihre „soziologische Einordnung“ ist das Privileg derer, die Klimaschutz als moralisches Distinktionsmerkmal nutzen, während andere um ihre Existenz kämpfen. Als Hersteller von Holzkohlenbriketts in Uganda sehe ich täglich die Realität des Klimawandels. Dort, wo Menschen Wälder verheizen, weil Energie ein Luxusgut ist, bewirkt ein Bruchteil der deutschen Milliarden-Subventionen ein Vielfaches für die globale Umwelt.
Während Sie sich in Deutschland in einer Energiepolitik verheddern, die das Land arm macht, die Industrie vertreibt und der weltweit niemand folgt, ließen sich mit minimalen Mitteln in Afrika effiziente Öfen, Aufforstung und echte Energiewende finanzieren. Doch Deutschland wählt lieber den Weg der Deindustrialisierung und der moralischen Überlegenheit.
Ihre „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ ignorieren die ökonomische Realität: Ein Modell, das Wohlstand vernichtet, ist kein Vorbild, sondern eine Warnung. Niemand auf der Welt wird einem Beispiel folgen, das in die Armut führt. Wer Klima ernst nimmt, investiert dort, wo der Grenznutzen am höchsten ist, statt Milliarden in deutsche Sanierungszwänge zu versenken.
zum Beitrag26.02.2026 , 06:26 Uhr
Ein befreundeter Makler bemüht sich um den Verkauf eines 140 m² Einfamilienhauses aus den 80ern in idyllischer Lage für 150.000 €. Gute Bausubstanz, Dreifachverglasung. Der Kessel der Ölheizung ist von 1998, der Brenner von 2010. Das Objekt hat 3 Preissenkungen hinter sich und ist doch unverkäuflich. Der Einbau einer neuen, gesetzeskonformen Heizung kostet etwa 60.000 €. Für die Eigentümer eine Katastrophe. Beide 60. Die Ehefrau multimorbid, Pflegefall. Der pflegende Ehemann unerwartet infolge Krebserkrankung frühverrentet. Das Geld reicht für's Heizen und zum Einkaufen mit dem unzeitgemäßen Golf IV. Als junges Paar hätten sie besser in Aktien investiert statt in ein Eigenheim. Dumm gelaufen. Die Gelbwesten beschrieben die Lage treffend: »Ihr denkt an das Ende der Welt. Wir an das des Monats.«
zum Beitrag25.02.2026 , 01:31 Uhr
Deutschland ist ein Parteienstaat. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Rechtsprechung zu Art. 21 I GG die Republik den Parteien zum Fraß hingeworfen. Wir können die AfD hassen und den ganzen Tag Nazi schreien, uns am Habitus von Weidel, Chrupalla und Konsorten abarbeiten, es ist egal. Die AfD ist Teil des Systems. Von dem profitieren sogar Politsekten wie Volt und MLPD. Alle Parteien, ab einer gewissen Größe, mästen sich mit Steuergeld. Nicht einmal die Grünen leben von der Milch der frommen Denkungsart. Da soll ausgerechnet die AfD sich nicht parasitär verhalten?
zum Beitrag22.09.2024 , 11:32 Uhr
Alles richtig Frau Schlindwein, aber dieselben Leute, die ihre Motorräder täglich shampoonieren verstopfen die Abwasserkanäle mit leeren Wasserflaschen. Bekanntlich ertrinken gelegentlich Leute bei Starkregen darin. Sehen sich einmal das Palastgelände des Kabaka (Baganda-König) an: dort wird der Müll von mehreren Märkten unsortiert vergraben. In unserem Betrieb in Kira hat es nur 10 Jahre gedauert bis ich nicht mehr den Mad Muzungu geben musste, weil Abfall einfach hingeschmissen wird. Es fehlt jedes Verantwortungsbewusstsein für Sauberkeit jenseits des eigenen Besitzes. In Kombination mit der inkompetenten Verwaltung ist das ein Rezept für's Desaster. Tatsächlich werden Privatunternehmen mit echten Recycling-Konzepten (Ja, die gibt es) sogar ausgebremst.
zum Beitrag28.07.2024 , 16:13 Uhr
Vielen Dank für diesen Bericht, werte Frau Schlindwein, den ich während meines Deutschlandurlaubs (sonst Kira) lese. Es ist eine typisch ugandische Geschichte: der dreiste Missbrauch staatlicher Institutionen mit einem Pastor als unvermeidlichen Nebendarsteller. Pastoren und ihre Riesenbauten, finanziert mit Kugelschreibern für hundertausende Schilling und überteuertem Kasavamehl wären ein Thema für sich. Allerdings meine ich, dass Korruption in Uganda bloß rustikaler ist als in Deutschland. In Deutschland sind nur die Preise höher und die Mechanismen subtiler. Verglichen mit deutschen Masken-Deals und Impfstoffbestellungen sind ugandische Spielautomaten und Wellblechpanele, um die jüngsten Aufreger zu nennen, Kleingeld.
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