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13.05.2026 , 23:06 Uhr
Diese Art Kommentar ist unter Beiträgen zu Personen mit Migrationsgeschichte immer zuverlässig zu lesen. Relativierungen, Whataboutism und die Metaebene auf ein Einzelschicksal herunter brechen, um wiederum das gesellschaftspolitische große Ganze ad acta legen zu können. Es geht in dem Beitrag nicht um junge Männer allgemein, sondern um Arda Saatçı mit seinen türkischen Wurzeln und die Art und Weise der Berichterstattung über ihn und seine Leistung, die Rückschlüsse auf eine gewisse Geisteshaltung der Mehrheitsgesellschaft zulässt. Nicht zuletzt geht es implizit auch um subtile Rassismen im linksliberalen und linksintellektuellen Milieu. Dieses vehemente relativieren ist ein Reflex, weil man den Spiegel vorgehalten bekommt und sich eigentlich eingestehen müsste, dass man in manchen Aspekten gar nicht mal so progressiv ist, wie man immer dachte. Dann wird jedes mal vom Kern des Themas abgelenkt und die Last zurück zum Betroffenen geschoben und das Problem individualisiert. Das ist pure Ignoranz. Und ich denke, dass es nicht einmal vorsätzlich ist. Sondern es handelt sich vielmehr um einen tiefenpsychologischen Abwehrmechanismus. Es darf nicht sein, was nicht sein kann...
zum Beitrag13.05.2026 , 17:50 Uhr
Ich bin irritiert über die neoliberale Selbstoptimierungs - Keule bezüglich Arda Saatçi und seiner vermeintlich narzisstischen Selbstdarstellung. Oberkörperfrei ist er kurzzeitig ja auch noch gelaufen.
Bei der Athletin Nele Weßel hatte die Autorin nur lobende Worte übrig. Bei Nele Weßel war high performance, Selbstoptomierung und das Aushalten von Leistungsdruck durch und durch positiv. Es hat auch nur 5 Sekunden gedauert, um zu sehen, dass Weßel eine Kooperation mit einer Supplement Firma hat und sich sexy auf Instagram zur Schau stellt und zwar ohne wirklichen Bezug zu ihrem Sport. Warum legt man bei Nele Weßel andere Maßstäbe an als bei Arda Saatçi? Alleinerziehende Mutter, türkische Wurzeln und dann so ein sellfmade Erfolg, der auch noch ein kulturelles Ereignis mit gesellschaftlich positivem Impact ist, so kann man das auch sehen. Nele Weßel hingegen ist ja im Grunde ein Nepobaby. Wie ich gesehen habe, hatt auch die Autorin das Privileg als Jugendliche in England ein Praktikum zu machen. Beide Artikel in Zusammenhang betrachtet hat was von Gate Keeping, Versuch der Wahrung eigener Privilegien. Reproduktion des eigenen "Standes".
zum Beitrag