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06.02.2026 , 14:26 Uhr
In diesem Fall und der Berichterstattung sieht man mal wieder, wie alle wunderbar aneinander vorbeireden.
Von der Frau wurde gar nicht zwangsläufig "Gendern" verlangt, sondern sie hätte auch die Beidnennung verwenden können. Also ist schon die Überschrift falsch. Denn Beidnennung ist kein Gendern, im Gegenteil: Non-Binäre werden bei der Beidnennung komplett ausgeschlossen, wohingegen sie beim Generischen Maskulinum wenigstens in der Theorie noch "mitgemeint" sind.
Auch die CDU tappt regelmäßig in die Falle, wenn sie gegen das Gendern wettert, aber dann sagt, dass "Patientinnen und Patienten" zu "Apothekerinnen oder Apothekern und Ärztinnen und Ärzten" gehen - sowas wird dann nämlich doch als Gendern empfunden, auch wenn es formal keines ist.
Machen wir es uns doch einfacher: Der ganze Streit dreht sich eigentlich nicht um "Gendern oder nicht Gendern", sondern es geht um das Generische Maskulinum.
Und da ist das Problem, dass es die Mehrheit der Bevölkerung liebt, und scheinbar hat das niemand außer der AfD kapiert.
zum Beitrag04.11.2019 , 16:08 Uhr
Das ist falsch.
Im Artikel werden die Zinsen als Kosten bezeichnet (und das sind sie ja auch) nicht aber die Tilgung.
Solange die Rendite nach taz-Logik (also maximal in Höhe des Wirtschaftswachstums) "fair" ist, bezahlt der Vermieter die Wohnung moralisch gesehen sehr wohl selbst ab, denn er kann diesen ihm zustehenden "fairen" Anteil am Wirtschaftswachstum ja zunächst einmal nicht nicht für sich selbst verwenden, weil er eben in die Tilgung fließt. Bis zu einer gewissen Rendite-Höhe (die taz sagt 1,4%, wenn man richtig rechnen würde wären es aber eher um die 4% - siehe mein anderes Posting), ist also alles moralisch ok.
Wer sich wirklich ausbeuterisch verhält sind Leute, die wesentlich mehr Rendite erwirtschaften wollen (wobei nicht unbedingt die Mieter die sind, die ausgebeutet wurden, sondern ggf. die Vorbesitzer)
..und Leute, die Häuser besetzen und gar keine Miete zahlen. Die erwarten, dass ihnen jemand ein Haus baut und sie es dann ohne Gegenleistung nutzen dürfen.
zum Beitrag04.11.2019 , 15:40 Uhr
Wirklich interessant ist die Idee des Autors, dass 1,4% eine "faire" Rendite seien, weil so hoch das Wirtschaftswachstum ist und ansonsten Wohlstand von anderen abgezogen werde.
1. Wie schon bemerkt, wird das WiWa unter Berücksichtigung der Inflation berechnet, die beträgt so im Mittel der letzten Jahre 1,5 Prozent.
2. Wie ebenfalls schon bemerkt muss die Steuer berücksichtigt werden, denn dadurch gibt der Vermieter von seiner Rendite ja wieder etwas an die Allgemeinheit zurück.
3. Muss berücksichtigt werden, welche Arbeitsleistung der Vermieter investiert. Denn eine Eigentumswohnung/Immobilie ist mitnichten eine reine Kapitalanlage. Selbst wenn es einen Verwalter gibt, dann geht immer noch Zeit drauf für dies und das. Man müsste locker 100 EUR im Monat bezahlen für jemanden, der dies alles komplett abnimmt, sodass es wirklich eine reine Kapitalanlage ist.
Die echte "faire" Rendite bei einem Steuersatz von 25% ist also
1,4 % (WiWa) + 1,5 % (Inflation) _______________________________ 1- 0,25 (Steuersatz)
und darauf kommen nochmal 100EUR
Abschließend sei noch gesagt, dass bei einer höheren Rendite der Wohlstand wohl von anderen, aber nicht unbedingt von Lebenden abgezogen wird. Wenn jemand mit seiner Händearbeit ein Haus baut, mir für 1 Euro verkauft, und danach tot umfällt, dann habe ich zwar - obwohl ich als taz-Leser natürlich spottbillig vermiete - zwar eine Mörderrendite aber ziehe von der aktuell lebenden Gesellschaft keinen Wohlstand ab.
zum Beitrag