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19.09.2026 , 14:13 Uhr
Guter Impuls, die Friedensbewegung den Putin-Fans zu entreißen. Trotzdem bin ich skeptisch.
Erst mal: Unter sehr vielen, die heute meist mit wenig Begeisterung für Aufrüstung sind, herrscht ein Bewusstsein darüber, dass "wir" (= der Westen) trotz seiner propagierten Werte von Vietnam- bis Afghanistankrieg oft auf der ethisch falschen Seite stand und steht. In Deutschland ließ sich dieses Bewusstsein komfortabel mit dem latenten Antiamerikanismus verbinden, und weil die Bundesrepublik die geopolitische und militärische Drecksarbeit dem großen Bruder überließ, konnte man sich hier so schön moralisch überlegen fühlen. Diesen Luxus haben wir jetzt nicht mehr.
Was genau würde eine Friedensbewegung heute erreichen wollen? Ich sehe hier niemanden -- niemanden! --, der sich einen Krieg herbeiwünscht.
Russland führt gegen den Westen bereits Krieg, wenn auch einen asymmetrischen, und uns bleibt nur die Wahl, klein beizugeben oder uns zu wehren. Und Verhandlungen? Die lassen sich nur erfolgreich führen, wenn beide Seiten sich gegenseitig ernst nehmen, sonst lässt sich höchstens über die Kapitulationsbedingungen verhandeln.
Was hätte eine Friedensbewegung 1938 getan?
zum Beitrag01.09.2026 , 12:58 Uhr
Sorry, wer eine Datei "Passwort.docx" ins Intranet stellt, hat sich eine Abmahnung verdient -- aber offensichtlich ist das eher das Symptom als die Krankheit.
Für das Problem, das Sie beschreiben, gibt es seit vielen, vielen Jahren Passwort-Manager, und die sind nicht besonders schwer zu bedienen. Aber vermutlich haben manche Behördenleiter nichts von ihrer Souveränität abgeben wollen und Strukturen etabliert, in denen IT-Sicherheit und -Kompetenz kein Thema ist.
Hundertprozentige Sicherheit gibt es nie, aber wenn man die Haustür offen stehen lässt und das Portemonnaie auf die Türschwelle legt, muss man sich nicht wundern, wenn was wegkommt.
zum Beitrag27.08.2026 , 16:06 Uhr
"Wenn es um Gesundheit geht, sind Zuckeraustauschstoffe schädlicher als Zucker selbst":
Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass zu viel Zucker für den Menschen langfristige Schäden verursacht. Bei Süßungsmitteln -- von denen es ja auch viele verschiedene gibt -- ist das Bild keineswegs klar, eindeutige Beweise für eine Gesundheitsschädigung fehlen. Das schöne Glas Naturhonig vom Imker fühlt sich vielleicht gesünder an als die (mehr oder weniger) künstlichen Süßstoffe, aber nach aktuellem Stand der Wissenschaft ist es das leider nicht.
Siehe auch: www.zdf.de/video/s...-x-suessstoffe-100
zum Beitrag12.06.2026 , 18:48 Uhr
Ich finde den Beitrag ein bisschen naiv: KI tötet Authentizität, Marketing erschafft Hypes, "Indie" ist gar nicht mehr so Indie.
Ach was.
Marketing hat schon immer Musik nach oben gespült, die es vielleicht verdient hat, vielleicht auch nicht. Der Begriff "Payola" ist aus den 30er-Jahren, aber davor wird's auch nicht besser gewesen sein. Mindestens seit den 70ern kauften Plattenfirmen ihre eigenen Singles, um sie in die Charts zu bringen. Der Begriff "Indie" hat irgendwann in den 90ern seine Bedeutung verloren und beschreibt eigentlich überhaupt nichts mehr.
Schrecklicher Verdacht: Ist die kommerziell erfolgreichste Musik gar nicht immer die beste?
Solange die KI nur das Marketing macht und nicht die Musik, ist mir das wurst. Ich höre gerade zum ersten Mal Geese -- nicht bahnbrechend, aber okay. Und lasst mir bitte Angine de Poitrine da raus, die sind musikalisch in einer ganz anderen Liga.
zum Beitrag27.04.2026 , 11:21 Uhr
Wenn Sie einem Fremden den Schlüssel geben und der dann ins Haus einbricht, sollten Sie auch nicht Abus die Schuld geben ... Aber genau das passiert natürlich jetzt. Das ist kein Problem von Signal, sondern eins mangelnder Kompetenz der Nutzer. Bei der dürftigen Sicherheitslage bisheriger deutscher Digitalprojekte (EPA z.B.) würde ich meine privaten Informationen lieber Signal anvertrauen, dessen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als State of the Art gilt.
zum Beitrag23.09.2014 , 12:30 Uhr
Gerne hätte ich Ihnen beigepflichtet, man mault ja immer gern über Journalismus, und früher alles besser etc. pp.
Aber Ihr Text ist von einer unangenehmen Arroganz, die jede Martenstein-Kolumne locker in den Schatten stellt (Sie wissen, Martenstein, das recherchefreie Über-Ich des Journalismus).
- "Dass sie Ronja von Wurmb-Seibel heißt, dafür kann die Kollegin nichts"
- "Der Journalismus alter Schule – als es noch lange Sätze und kein Internet gab"
- "Doch Journalisten in Deutschland stammen nahezu ausnahmslos aus dem Mittelstand, gerne sind der Vater oder die Mutter Lehrer. Sie haben zumeist Geisteswissenschaften studiert" (als Gegensatz zu "charismatischen, klugen Person[en]")
Verglichen mit so viel Überheblichkeit lese ich doch lieber Erfahrungsberichte über Honigkauf und Käsekuchenbacken.
zum Beitrag