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13.03.2026 , 18:22 Uhr
Das große Rätsel bei Boris Palmer ist und bleibt (und das schon seit Jahrzehnten), was ihn dazu bringt, immer wieder entweder die Beherrschung zu verlieren oder Sachen rauszuhauen, die auch wohlmeinende Beobachter ratlos zurücklassen. Oder beides gleichzeitig.
Dass Alice von Lenthe ihn nun wegen seiner Aussagen für einen Menschenfeind, einen Rassisten und Holocaustverharmloser hält (und viele mit ihr), hat er sich selbst zuzuschreiben. Es bleibt aber Unsinn, das weiß, wer ihn nur ein kleines bisschen kennt. Wer etwas über seine Familiengeschichte weiß, weiß auch: Vor allem das Dritte ist ganz offensichtlicher Unsinn. Die Tübinger/-innen, die ihn beständig wieder wählen, sind ja auch weder dumm noch verblendet.
Wer gegen die Klimakrise kämpfen will, wer auf bessere öffentliche Verkehrsmittel wartet, kann nur sehnlichst hoffen, dass er in diesen Ressorts in die Landesregierung kommt. Aber gerade dann bleibt die Sorge: Wann hat er den nächsten Aussetzer? Dann ist der politische Aufstieg ganz schnell vorbei. Und dann vermutlich für immer.
zum Beitrag18.09.2025 , 10:29 Uhr
Bei aller vermutlich berechtigten Kritik an Format und Moderatorin scheint mir eines aber richtig: Die heute prägenden Journalistinnen und Journalisten scheinen mir - wahrscheinlich schlicht durch soziale Zugehörigkeit und Prägung - in Weltbild und Haltung schon homogener geworden zu sein. Das heißt im Zweifelsfall: eher links-liberal und ökologisch orientiert.
Mir selbst ist das sympathisch. Ich verstehe aber auch, wenn andere sich nicht wiederfinden. Ich bin in Zeiten aufgewachsen, in denen ich Panorama gut fand und Report aus München unerträglich. Wenn Sigmund Gottlieb Schicht im heute journal hatte, habe ich in der Woche lieber Tagesthemen geschaut und wenn er später dort den Kommentar gesprochen hat, bin ich in der Zeit aufs Klo gegangen. Es gab Meinungen in ARD und ZDF, über die ich mich echt aufregen konnte.
Das passiert mir nur noch selten (und ich glaube nicht, dass das nur die Altersmilde ist). Dann aber fehlen Meinungsäußerungen, in denen Andere sich wiederfinden. Deshalb frage ich mich schon: Wäre es für die Gesamtakzeptanz des ÖRR nicht besser gewesen, man pocht auf handwerkliche Standards und fordert Verbesserungen (statt die Beteiligten auszuwechseln)?
zum Beitrag