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Vollgekackte Windeln

Pretiosen der Aachener Domschatzkammer

Diese Katholen sind einfach putzig. „Aachener Domschatzkammer räumt auf und zeigt kuriose Fundstücke“, meldete die unterirdische katholische Nachrichtenagentur KNA. Demnach gab es in Aachen einen Frühjahrsputz und Kunsthistoriker entdeckten „längst vergessene Stücke ungewisser Herkunft“. Zum Beispiel Tabakdosen, Vasen, Truhen, einen Topf voller Gold-Schokotaler und einen bunten Porzellandrachen – was eben in 2.000 Jahren christlicher Missionierung alles an Beute so zusammenkommt. Apropos, längst vergessene Stücke ungewisser Herkunft. Ist die Aachener Domschatzkammer nicht berühmt für ihre bizarren Reliquien? Nein, nicht die Vorhaut Jesu. Die wurde mal Karl dem Großen geschenkt, ist aber längst verschollen. Dafür gibt es weltweit immer noch zwischen 14 und 18 Vorhäute Jesu, die von den Betschwestern und -brüdern insgeheim angebetet werden, was allerdings die Kurie, weil es „konkurrierende Reliquien“ sind, im Jahr 1900 untersagt hat. In Aachen hingegen gibt es unter anderem die „Windeln Jesu“. Da werden die vollgekackten Pampers des kleinen Christuskinds vergöttert, die alle sieben Jahre aus der Schatzkammer geholt und vorgezeigt werden. Bei solch einer Scheiße gewinnt das Wort Erlöser doch eine ganz neue tiefschürfende Qualität.

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