piwik no script img

die sportskanone

Jenseits von Wolfsburg

Sie ist immer noch eine der besten Fußballtorhüterinnen der Welt. Aber nun hat die 29-Jährige angekündigt, ihren Vertrag beim Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht zu verlängern. Gerüchte sagen, Frohms werde im Ausland einen Vertrag unterschreiben. Wie der Kicker schreibt, hatte Frohms schon im vergangenen Frühjahr ihrem Verein signalisiert, dass sie weg möchte. Der VfL, amtierender Vizemeister und aktuell Dritter der Tabelle, wollte sie aber unbedingt halten. Schließlich haben die Wolfsburgerinnen arg mit der Konkurrenz aus Frankfurt und – vor allem – München zu kämpfen.

Merle Frohms, die im benachbarten Celle geboren wurde, hat schon in ihrer Jugend beim VfL Wolfsburg gespielt. Als Profi kickte sie noch beim SC Freiburg und bei Eintracht Frankfurt und kehrte 2022 zurück. Ein Dreijahresvertrag band sie, nun läuft der aus.

Im Nationalteam spielte Frohms nur 52-mal. Da zeigte sich, dass sie zur Weltklasse gehört. Vor den Olympischen Spielen 2024 in Paris machte Trainer Horst Hrubesch allerdings Ann-Katrin Berger zur Nummer eins. Frohms gewann Bronze, ohne einmal gespielt zu haben. Nach den Spielen trat sie überraschend aus der Nationalmannschaft zurück.

Sie begründete es damit, „nach intensiven Jahren mit sportlicher Doppelbelastung wieder mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben“. Wenn Frohms nun zu einem ausländischen Spitzenklub wechselt, dürften die noch ein bisschen warten müssen. (mak)

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen