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Mindestens ein Todesopfer bei Absturz von Frachtflugzeug in Litauen

Aus Berlin Daniel Bax

Beim Absturz eines von DHL beauftragten Frachtflugzeugs in der Nähe des litauischen Flughafens Vilnius ist ein Mensch ums Leben gekommen. Die drei übrigen Insassen des Flugzeugs wurden verletzt, wie die Behörden am Montag mitteilten. Am Boden sei niemand verletzt worden, auch nicht die Bewohner eines Hauses, das von herumfliegenden Trümmerteilen getroffen wurde. Die Absturzursache blieb zunächst ungeklärt. Beamte sagten, es gebe bisher keine Hinweise darauf, dass es sich um Sabotage oder Terror handeln könnte.

Der Chef des litauischen Spionageabwehrdienstes, Darius Jauniskis, sagte: „Wir können die Möglichkeit von Terrorismus nicht ausschließen. Aber im Moment können wir keine Schuldzuweisungen machen oder mit dem Finger auf jemanden zeigen, weil uns solche Informationen fehlen.“ Ein Sprecher von DHL in Litauen sagte, der Konzern habe eigene Untersuchungen eingeleitet. Es gebe bislang keine Hinweise, dass eines der Pakete an Bord der Maschine verdächtig gewesen sei. Aus Kreisen der deutschen Sicherheitsbehörden hieß es, man sei in engem Austausch mit nationalen und ausländischen Kollegen.

Die Maschine des Typs Boeing 737-400 der Fluggesellschaft Swift war im Auftrag von DHL unterwegs und nach Angaben von Flightradar24 um 2.08 Uhr in Leipzig gestartet. Gegen 3.30 Uhr verunglückte die Maschine. DHL teilte mit, der Jet habe etwa einen Kilometer vom Flughafen Vilnius entfernt eine Notlandung versucht. Rettungsdienste erklärten, das Flugzeug sei auf dem Boden aufgeschlagen und mindestens 100 Meter gerutscht. Die Polizei teilte auf einer Pressekonferenz mit, zwölf Bewohner eines von Trümmern getroffenen Hauses seien in Sicherheit gebracht worden.

Anfang November waren nach Paketbränden in Post-Depots in Europa mehrere Verdächtige in Litauen festgenommen worden. Laut Staatsanwaltschaft werden sie verdächtigt, am Versand von Paketen mit Brandsätzen in mehrere westliche Länder beteiligt gewesen zu sein. Der nationale Sicherheitsberater des baltischen Landes machte Russland für die Vorfälle verantwortlich. (mit Reuters, dpa)

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