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La vie en champagner

Perlender Hilferuf aus Recklinghausen

Aus Ost wie West ereilten uns am herbstlich schlecht beleuchteten Montag die Hilferufe diverser Schupo-Stellen. Mannigfaltig in staccato wimmerte etwa aus Thüringen die „LPI-GTH“, die Landespolizeiinspektion Gotha. „LPI-GTH: Kollision, LPI-GTH: Alkoholisiert, LPI-GTH: Berauscht“, in genau dieser falschen Reihenfolge. Müsste der Dreiklang nicht vielmehr lauten: Alkoholisiert, berauscht, Kollision? Aber sicher doch, „LPI-GTH“! Doch ihr habt eben jede Menge Delinquentendreck am Orga-Stecken, „LPI-GTH“, da wollen wir hier in unserer warmen Stube der Wahrheit mal nicht zu streng sein. Tschüss, Thüringen, also, hallo, „POL-RE: Oer-Erkenschwick“! Gebt nicht auf, POL-RE, „Polizeipräsidium Recklinghausen“! Aber wir kennen derzeit leider auch nicht „die mutmaßlichen Champagner-Diebe“. Très verzweifelt funktet ihr gestern die perlende Nachricht: „POL-RE: Oer-Erkenschwick: Wer kennt die mutmaßlichen Champagner-Diebe?“ Obwohl, verehrtes „POL-RE“, vielleicht hätten wir da doch einen knorke Tipp brut für euch, wer „die beiden Tatverdächtigen“ sind, die „mehrere Flaschen Champagner aus einem Supermarkt gestohlen haben sollen“. Kann es sein, dass aus euren eigenen Reihen jemand einfach keinen Bock mehr hatte auf olle Revierkaffeeplörre? Santé!

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