: Zitate aus „Was ihr nicht seht“
„Gestern Abend fragte mich ein weißer, alter Mann, ob er ein Foto von mir machen könnte, um es seiner Afrika-Reisegruppe zu zeigen. Ich bin immer noch sprachlos“
Aus Eritrea
„Geburtstagsparty, wir spielen Singstar. Ich gewinne gegen eine Freundin. Sie sagt: ‚Das zählt jetzt nicht, du bist ja Schwarz.‘“
Vater Schwarz aus Zimbabwe, Mutter weiß aus Deutschland
„Mein Vorgesetzter und ich hatten immer ein lockeres Verhältnis und machten Scherze. Eines Tages scherzten wir wieder hin und her und er meinte: ‚Frau H., Sie wissen ja, Sie können nicht kündigen. Sklaven muss man verkaufen … Ich war sprachlos und ließ ihn einfach stehen.“
Die Zitate sind aus „Was ihr nicht seht!“, einem Projekt von Dominik Lucha auf der Social-Media-Plattform Instagram. Dort können Schwarze Menschen anonym über ihre Rassismuserfahrungen in Deutschland berichten – und weiße Menschen können lernen, antirassistisch zu werden. Der Kanal soll Schwarzen Menschen auch dabei helfen zu verstehen, dass sie mit ihren Erlebnissen nicht allein sind.
Mutter weiß Deutschland, Vater Schwarz USA
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen