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Kleinstadt beackert

Schneise der Verwüstung in Radevormwald

Gerne berichten wir an dieser Stelle über schneidige ältere Herrschaften, die mit ihrem Auto die weltberühmte Schneise der Verwüstung schlagen. Diesmal allerdings ist es ein jüngeres Semester, das mit dem robusten Einsatz eines beeindruckenden Gefährts unsere beliebte Rubrik zu bereichern weiß: „Betrunkener stiehlt Traktor und hinterlässt ‚Schneise der Verwüstung‘“, meldete die Landwirtschaftsagentur dpa am Dienstag. Demnach hatte ein 23-Jähriger in Radevormwald laut eigenen Angaben „nach einem Trinkgelage“ einen Trecker „kurzentschlossen“ entwendet, und war mit dem Ungetüm ungestüm durch den Ort gecruist. Dabei verursachte er mehrere Unfälle und einen saftigen Gesamtschaden in Höhe von 100.000 Euro. Als Rammschutz diente dem in den Beruf des Landwirts reinschnuppernden Jüngling ein vier Meter breiter Schneeräumschild, mit dem er fünf Autos, eine Hausfassade, einen Zaun und eine Garage teils erheblich beackerte. Die Polizei fand ihn schließlich auf einem Supermarktparkplatz, wo er den Traktor ordnungsgemäß abgestellt hatte. Nun fragt sich der arrogante Hauptstädter, woher der Mann wusste, wie man einen Trecker kurzerhand kurzschließt. Und warum das landwirtschaftliche Ungetüm eigentlich nicht angeleint war.

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