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SudanViele Tote bei Unruhen in Darfur

Sudans Krisenregion Darfur hat den schwersten Gewaltausbruch seit dem Sturz von Militärdiktator Baschir erlebt. Mindestens 60 Menschen starben bei Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Vertriebenen der Massalit-Volksgruppe in der Stadt El Geneina. Die meisten Toten gab es im Vetriebenenlager Kerendeng, das nach Angaben seiner Bewohner am Dienstag von Milizionären in Fahrzeugen der paramilitärischen RSF (Rapid Support Forces) angegriffen wurde. Die RSF ist Nachfolgeorganiation der berüchtigten Janjaweed-Miliz in Darfur.

Wie der sudanesische Radiosender Dabanga berichtet, hatte am Sonntag ein Massalit-Vertriebener auf einem Markt einen Araber getötet. Dessen Freunde schlugen zurück, zündeten den Markt an und überfielen das Vertriebenenlager. Als RSF-Kommandeur Hametti nach El Geneina reiste, um zu schlichten, griffen die Gewalttätigkeiten erst recht um sich. (taz)

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