Luise Brenner über die Bewegung Fridays for Future, die mehr als nur ein Gesicht ist

Greta ist nicht alleine

Wenn sie an die Klimabewegung Fridays for Future denken, haben viele Menschen als erstes Greta Thunberg und Luisa Neubauer vor Augen. Schön und gut, jede Bewegung braucht auch ein paar Gesichter, die sie in den Medien vertritt. Dennoch vergessen die Leute oft: Greta Thunberg hat es geschafft, dass sich Fridays for Future gebildet haben. Aber Fridays for Future ist mehr als nur Greta.

Die Medien vermitteln leider häufig das Gegenteil. Somit sorgen sich manche – andere sehnen es womöglich sogar herbei –-, dass Fridays for Future untergehen könnte, sollte es der Schwedin irgendwann zu viel werden. Schließlich ist sie, wie jeder andere Mensch auch, nur bis zu einem bestimmten Punkt belastbar. Es ist aber auch nicht im Interesse der Bewegung, ausschließlich durch zwei Gesichter identifiziert zu werden. Denn die Meinungen dieser beiden Menschen werden sofort als Ansicht von FFF aufgefasst. Obwohl eine große Menge mit ganz vielen unterschiedlichen Ausgangspunkten hinter der Bewegung steht. Und es ist die Masse, die etwas verändert. Wenn die junge Klimaschützerin aus Schweden also irgendwann eine Pause brauchen sollte – der Aktivismus wird weiterleben.

Wie die Pressesprecherin von Berlin FFF, Clara Mayer, so schön sagte: „Greta ist auch ein Teil der Bewegung wie wir alle und Fridays for Future inzwischen stark genug, auch ohne sie weiter zu machen!“. Denn es sind wir alle, die etwas verändern können. Alt und Jung, Reich und Arm. Nur alle gemeinsam können die Klimakrise stoppen. Ein Gesicht alleine wird das niemals schaffen.

Die Autorin ist Schülerin und Aktivistin