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In deutschen Redaktionen haben Männer die Macht

Von einer Hälfte-Hälfte-Besetzung von Führungspositionen sind deutsche Redaktionen weit entfernt. Das hat Pro Quote Medien nachgezählt. Ihre Erhebung über deutsche Print- und Onlinezeitungen hat die Initiative am Donnerstag in Hamburg vorgestellt. Pro Quote ermittelte das Geschlecht von Chefredakteur*innen und Redaktionsleiter*innen und gewichtete die Stellen rechnerisch nach ihrer Position in der Hierarchie des Betriebs. Der so errechnete „Frauenmachtanteil“, wie die Studie den Quotienten nennt, liegt bei den großen überregionalen Zeitungen bei maximal einem Drittel, oft weit darunter. Mit Ausnahme der taz, für die Pro Quote einen Frauenmachtanteil von 50,8 errechnet. Besser sieht es im Bereich der Publikumszeitschriften aus: Hier liegt der Frauenmachtanteil bei 48,9 Prozent. (taz)

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Linkes Radio in New York kommt zurück

Der linke aktivistische Radiosender WBAI in New York kann wohl wieder senden. Wie die New York Post berichtet, hat ein Gericht in Manhattan am Mittwoch zugunsten der Beschäftigten entschieden. Diese hatten sich gegen die Stiftung Pacifica Foundation gewehrt, die den Sender betrieb, und ihn vor einem Monat überraschend von heute auf morgen schloss (die taz berichtete). WBAI FM 99.5 existiert seit 1995 und fühlt sich als aktivistischer Sender sozialen Bewegungen verpflichtet, von den Bürgerrechtler*innen bis hin zu Occupy-Wall-Street und Klima­protesten. Trotz abnehmender Zahlen beim Publikum erreicht das werbefreie Programm täglich mehrere hunderttausend Menschen in New Jersey, Pennsylvania und New York. (taz)

Denkmal für die „Lindenstraße“

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen“ in Berlin hat am Donnerstag eine „Sammlung Lindenstraße“ eröffnet. Insgesamt 373 der mittlerweile über 1.700 Folgen der beliebten Serie gehen dauerhaft in den Bestand der Kinemathek. Außerdem zeigt die Deutsche Kinemathek bis zum 23. März 2020 mit „Leben, sterben, Hochzeit feiern“ eine kuratierte Auswahl. Die Serie, die seit 1985 jeden Sonntag im Ersten läuft, wird demnächst eingestellt. Am 29. März läuft mit der Nummer 1.758 die letzte Folge – der Titel: „Auf Wiedersehen“. (taz)