was tun in hamburg?

Schön, schöner, Schöna: Eva Leitolfs „Schöna, Sächsische Schweiz“ Foto: Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Di, 4. 6., 18 Uhr, Café Knallhart

Incel-Ideologen

Sie sind überzeugt davon, ein angeborenes Grundrecht auf Sex zu haben, das ihnen aber die Gesellschaft verwehrt: Als „Incels“ – kurz für „involuntary celibate“, unfreiwillig zölibatär –, bezeichnen sich diese in sexueller Enthaltsamkeit lebenden, weißen, heterosexuellen Männer. Einen feministischen und sozialpsychologischen Einblick in diese toxische Subkultur gibt zum Abschluss der Reihe „Verunsichert euch!“ die Journalistin Veronika Kracher.

Di, 4. 6., 20 Uhr, Kampnagel

Bühnen-Rassismus

Nicht erst seit der Schauspieler Joachim Bliese 2012 für eine Rolle in „Ich bin nicht Rappaport“ am Berliner Schlosspark-Theater mit schwarzer Farbe geschminkt auf die Bühne kam, wird auch in Deutschland über „Blackfacing“ diskutiert. In der Vortragsreihe „Institutioneller Rassismus“ gibt der Musiker und Aktivist Tsepo Bollwinkel einen Einblick in die Geschichte, aber auch die aktuelle Diskussion rassistischer Strukturen im Theater.

Do, 6. 6., 18.30 Uhr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte

Radikaler Vorreiter

Vor allem angehende Lehrer*innen, die sich in kommunistischen Organisationen engagiert hatten, waren betroffen: Sie wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren aufgrund des „Radikalenerlasses“ nicht eingestellt. Vorreiter – sowohl bei der Verschärfung dieser Praxis 1971 als auch bei ihrer späteren Liberalisierung – war der SPD-geführte Hamburger Senat. Auf Grundlage von rund 200 Einzelfällen hat die Historikerin Alexandra Jaeger erstmals systematisch untersucht, wie die staatlichen Überprüfungsverfahren hier durchgeführt wurden. Sie beleuchtet dabei sowohl das Regierungshandeln und die bürokratischen Prozesse als auch den Protest dagegen und die Strategien der Betroffenen.

Eröffnung: Fr, 7. 6., 11 Uhr, Bucerius Kunst-Forum; bis 29. 9.

Heimat und Verbrechen

Noch vor der offiziellen Eröffnung der neuen Räume des Bucerius Kunst-Forums Ende Juni zeigt die ambitionierte Ausstellung „Here We Are Today“ Videokunst und Fotografien zu den Themen Identität, Heimat, Vergangenheit, Verbrechen und Kapital. Zu sehen sind Arbeiten bedeutender zeitgenössischer Künstler*innen, unter anderem von Andreas Gursky, Pieter Hugo, Bertram Kober, Herlinde Koelbl, Eva Leitolf, Shirin Neshat, Marcel Odenbach, Erkan Özgen, Trevor Paglen, Peter Piller und Hito Steyerl. (matt)

Fr, 7. 6., 13–18 Uhr, Elbphilharmonie

Umsonst und oben

Es dürfte hinhauen: Im nun beginnenden Monat Juni erwartet die Elbphilharmonie die Zehn-Millionen-Besucher*innen-Marke zu knacken – auf ihrer Plaza. Und das wird gefeiert, klar: auf der offenbar beliebten Aussichtsplattform des Konzerthauses. Nach einer Begrüßung durch Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und Intendant Christoph Lieben-Seutter gibt es Musik und wenigstens die Gelegenheit zum Blick in Foyers und den stets ausverkauften Großen Saal, dazu aber auch Franzbrötchen sowie Flüssiges aus der Stralsunder Störtebeker-Brauerei. (aldi)