Zahl des Tages: 30.000 Euro
Eigentlich hätte es gestern fallen sollen, das Urteil im Schmerzensgeldprozess pakistanischer Brandopfer gegen die deutsche Textilfirma KiK. 30.000 Euro Schmerzensgeld fordern vier Betroffene des Großbrandes. Nun hat das Gericht die Entscheidung überraschend vertagt – ohne eine Tendenz erkennen zu lassen, in welche Richtung es gehen könnte. Bei dem Feuer im September 2012 waren mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen. Die Kläger machen geltend, dass KiK nicht ausreichend auf die Einhaltung von Sicherheitsstandards beziehungsweise Brandschutzvorgaben bei seinem Lieferanten hingewirkt habe. Das Unternehmen weist das zurück. Wann das Urteil nun fallen wird, ist noch unklar.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen