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Wieder Brände in Lieberoser Heide

Die vielen Brände in der Lieberoser Heide in den vergangenen Monaten haben zu finanziellen Engpässen beim Amt Lieberose/Oberspreewald geführt. Es sah sich am Montag nicht in der Lage, Löschhubschrauber aus eigenen Haushaltsmitteln zu finanzieren, und bat deshalb den Landkreis und das Land um Hilfe, wie Amtsdirektor Bernd Boschan sagte. Das Amt habe in diesem Jahr schon viel Geld aus den Haushaltsmitteln für Löscharbeiten ausgeben müssen.

Seit Sonntag brannte es wieder in der Lieberoser Heide in Südbrandenburg. Zunächst war rund 1 Hektar Fläche betroffen. Dann weiteten sich die Flammen in der Nacht zu Montag laut Feuerwehr-Regionalleitstelle Lausitz auf 5 bis 10 Hektar aus.

Das Problem in der Lieberoser Heide ist, dass Brände weitgehend nur aus der Luft bekämpft werden können, weil sich im Boden des ehemaligen Truppenübungsplatzes noch Munition befinden könnte. Deshalb kamen über den Sommer immer wieder Löschhubschrauber zum Einsatz. Bei Großbränden ist der Landkreis zuständig, bei kleineren Bränden das Amt. Im Juli hatte es einen Großbrand auf 400 Hektar Fläche gegeben.

Die Lieberoser Heide liegt nördlich von Cottbus. Sie erstreckt sich auf etwa 25.500 Hektar Fläche und besteht aus Sandgebieten, Heideflächen, aber auch zum Teil aus Wäldern. Das Heideland-Gebiet war viele Jahrzehnte ein Truppenübungsplatz, einer der größten zu DDR-Zeiten. Russische Soldaten machten dort Schießübungen. Auch andernorts in Brandenburg stehen Flächen noch unter Kampfmittelverdacht. Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich insgesamt um rund 350.000 Hektar zivil genutzter Flächen. Hinzu kommen demnach etwa 200.000 Hektar Militär- oder Konversionsfläche. Konversion bedeutet die Umwandlung von Militärflächen in eine zivile Nutzung. (dpa)

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