leserInnenbriefe:
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Moralischer Verfall par excellence
„Des Patriarchen alternative Fakten“
taz nord vom 30. 7. 18
Vom Ding her hat dieser Mensch ja gar nicht Unrecht. Es wäre sicherlich sinnvoller gewesen, das alles zeitnah aufzuarbeiten. An dieser Stelle wird es aber kompliziert, denn in einem Land, wo das Offensichtliche geleugnet wird und nach Kriegsende sich ein Großteil verführt wähnt, ist kein Blumenstrauß zu gewinnen. Die Episode mit deren arisiertem Wohnhaus spricht doch Bände. Selbst im Nachgang kein Unrechtsbewusstsein. Moralischer Verfall par excellence.
Emanuel Goldstein, taz.de
Jammern bringt nichts
„Was sagt uns diese Affenhitze?“
taz nord vom 27. 7. 18
Mein Tipp: ein sauberes Küchenhandtuch feucht machen, nicht klitschnass, und um den Hals oder über die Arme legen. Wenn das Tuch warm ist, an zwei Ecken nehmen und ausschütteln, dann ist es wieder frisch. Kein Frotteehandtuch, da kommt die Luft nicht durch und die Verdunstung ist geringer, somit ist das Tuch nicht so kühl. Außerdem: Ice Age, Fargo, Dokus über Pinguine ... Auch der Kopf kühlt mit – denkt nicht an Wärme, denkt an kühle Sachen. Das heißt auch: Jammern macht nichts besser, das ist, wie sich auf Juckreiz zu konzentrieren. Sophie Kowalski, taz.de
Rassisten hier und da
„Rabatten den Deutschen“
taz nord vom 23. 7. 18
Es wird mir mittlerweile klar, dass das Problem des Rassismus in unserer Gesellschaft wesentlich fluider ist als eins sich das wünscht. Es gibt Rassisten hier und da neben der AfD fürchte ich. Wir sollten allerdings mit Personen, mit denen sich noch reden lässt, auf jeden Fall auch sprechen.
Frühlingsvogel, taz.de
Was heißt hier normal?!
„Rabatten den Deutschen“
taz nord vom 23. 7. 18
„Dass dort Tiere geschächtet werden, kann ich mir nicht vorstellen.“ Schon lustig. Wir sind so entfremdet von allem, dass wir uns nicht vorstellen können, dass Menschen ihr eigenes Fleisch schlachten. Ja, es ist ein Unterschied, ob man schächtet oder nach unserem Brauch schlachtet. Man macht, was man gelernt hat, wenn man in einer vorwiegend halal essenden Gesellschaft Schlachten lernt, lernt man Schächten. Wir halten Dinge für normal, andere dafür andere Dinge. Wir finden es normal, kiloweise Fleisch zu essen und nie ein Tier zu töten, ihm beim Sterben zuzusehen, es aufzubrechen, zu häuten, auszunehmen, zu zerteilen usw. ... Das ist doch auch nicht normal.Sophie Kowalski, taz.de
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