Zahl des Tages: 180Mrd. Euro
Um 40 Prozent will die EU ihre Treibhausgase bis 2030 senken. Dafür müssen jedoch 180 Milliarden Euro jährlich mehr klimafreundlich investiert werden. Deshalb will die EU-Kommission künftig grüne Geldanlagen fördern und Offenlegungspflichten für Nachhaltigkeitsfaktoren einführen. Mit einem weiteren Finanzinstrument will die EU die Bündelung von Staatsanleihen erleichtern. Aber: Die Union wittert schon „Eurobonds durch die Hintertür“. Mit den sogenannten Esbies („European Safe Bonds“) sollen Banken die Möglichkeit erhalten, Anleihen verschiedener Euro-Staaten aufzukaufen, zu bündeln und an Investoren weiterzuverkaufen, ohne dafür mehr Eigenkapital vorhalten zu müssen. Die Kommission verspricht sich mehr „finanzielle Integration der Eurozone“. Statt dass die Banken wie bisher nur Anleihen „ihres“ Herkunftslandes kaufen, könnten sie künftig Esbies erwerben und das Risiko breiter streuen. Seit der Beinahe-Pleite Griechenlands gab es immer wieder Turbulenzen, weil Banken und „ihre“ Staaten zu eng verflochten waren. Mit einem Bündel aus Anleihen mehrerer Staaten ließe sich das Problem entschärfen. Nur: Die Bundesregierung dürfte nicht einverstanden sein. Brüssel wolle nur „einen Fuß für die Gemeinschaftshaftung in die Tür kriegen“, sagte Markus Ferber (CSU).
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