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Amerikanische Gäste bereichern Hauptstadt kulinarischGumboaus dem Tiergarten

dpa/taz | Der Bestand der zugewanderten Roten Amerikanischen Sumpfkrebse im Berliner Tiergarten ist größer als bislang angenommen. Bereits 3.000 Exemplare wurden aus dem Neuen See gefischt, dabei hatte Derk Ehlert, der Wildtierexperte der Stadtverwaltung, die gesamte Berliner US-Krebs-Population zuvor auf etwa 200 Tiere geschätzt. Dabei sind Neozoen, die – wie der spanische Brüllbeutler – an Bord von Billigfliegern eingeschleppt und aus falsch verstandener Tierliebe in den unwirtlichen Berliner Hostels ausgesetzt werden, in der Hauptstadt nichts Neues. Sogar die berühmten Schwabenkolonien – für Touristen heute ein beliebtes Fotomotiv – sind auf wenige entlaufene Exemplare zurückzuführen. Mittlerweile gehört der Schwabe zu Berlin und wird wegen seines festen Fleisches als Begleiter zum Weißwein geschätzt. Der Ami-Sumpfkrebs taugt hingegen immerhin für ein leckeres Gumbo.

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