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Jahresendabrechnung von Tim Caspar BoehmeRoman des Jahres

Tim Caspar Boehme ist Film­redakteur der taz.

Elena Ferrante: „Meine geniale Freundin“ (Suhrkamp). Man soll den Hypes ja nicht glauben. In diesem Fall wird der Glaube – es genügt auch einfach reine Neugier – jedoch großzügig mit einer großen Erzählung belohnt.

Gaston de Pawlowski: „Reise ins Land der vierten Dimension“ (Zero Sharp). Utopien fangen mitunter bei einer Revolution des Denkens an. Kann man aktuell im Kino bei „Arrival“ sehen. Oder direkter bei de Pawlowski nachvollziehen.

Richard McGuire: „Erzählende Bilder“ (DuMont). Alltagsgeschichten, präzise beobachtet, lakonisch erzählt und wunderbar reduziert gezeichnet. Und eine elegante Würdigung von Vignetten als Kunstform.

Jacques Lacan: „Schriften“ (Turia + Kant). Unverständliches Zeug, sagen die einen. Die anderen lächeln bloß vielsagend. Auch in der Neuübersetzung von Hans-Dieter Gondek ist diese vollständige Ausgabe keine leichte Lektüre.

Augsburger Puppenkiste – Sammelbox (DVD): Die remasterten Klassiker der Augsburger Puppenkiste von Jim Knopf über Urmel bis zum Sams genau dort, wo sie hingehören: in einer formschönen Holzkiste. Ansonsten: "Toni Erdmann".

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen