Unverbremt: Karolina Meyer-Schilf über ManuFaCtum: Im Frühtau zu Berge
Es gibt sie noch, die guten Pressetermine: Kurz vor der Eröffnung des Manufactum-Warenhauses wird zum Rundgang geladen. Bevor es richtig losgeht, gibt es erstmal Buffet. Kräftige Bauernbrot-Schnitten belegt mit Kräuterquark und feinem Schinken, dazu Apfelschorle (sicher Bio) und Cappuccino aus Vorzugsmilch, wie später erklärt wird.
Tatsächlich: Schön ist es geworden in der ehemaligen Schalterhalle der Bremer Bank. Das Glasdach aus bunten Mosaiksteinen, so erfahren wir, lässt so viel Tageslicht durch, dass man die rundherum angebrachten Spots gar nicht bräuchte. Nur kurz flimmert die Frage durchs Hirn, warum dann alles mit Flutlicht ausgeleuchtet ist – aber dann geht es auch schon weiter. Die resolute Dame an der Käsetheke des brot&butter-Ladens soll sagen, welche Sorten ihre liebsten sind. Während sie entschlossen einen Laib nach dem anderen in Würfel hackt, preist sie die Vorzüge des Bergkäses und entwirft ein Panorama des einfachen Lebens: Eine Wanderung, im Rucksack nur ein Sauerteigbrot und ein Stück Käse – mehr braucht es nicht zum selig sein.
Ich sehe mich schon in deutschledernen Kniebundhosen frohgemut nach Worpswede wandern, hie und da ein Stück Bergkäse aus dem Tornister angelnd, und denke: Das mit den guten Dingen ist echt eine Spitzenidee. Bisschen teuer, vielleicht.
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