Streit der Woche: Ist bemannte Raumfahrt Geldverschwendung?

Vor 40 Jahren auf den Mond – und demnächst zum Mars? Die bemannte Raumfahrt ist immer noch eines der großen Prestigeprojekte. Rausgeworfenes Geld oder richtiger Forscherdrang?

Mondmann Nummer 2: Edwin E. Aldrin Jr. Bild: ap

Am 21. Juli feiert die bemannte Raumfahrt ihr wichtigstes Jubiläum: Vor 40 Jahren betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen", lautete sein berühmter Satz. "Aber ein großer Sprung für die Menschheit." Aber hat er damit Recht?

Denn das Apollo-Programm verschlang der Nasa zufolge rund 25 Milliarden Dollar – in heutiger Kaufkraft entspräche das etwa 150 Milliarden. Das ist eine Menge Geld.

Eigentlich schien diese Art der Raumfahrt längst Geschichte zu sein. Auf die Apollo 11-Mission folgten fünf weitere bemannte Mondlandungen der USA, zwölf Menschen haben den Mond betreten, der letzte 1972. Seitdem wurde es ruhig um die Raumfahrt, abgesehen von Reisen in den Erdorbit.

Wer möchte, dass sein Beitrag zum sonntazstreit nicht nur hier, sondern auch in der kommenden sonntaz erscheint, schicke bitte gleichzeitig per Mail ein jpg-Foto (zur Veröffentlichung) und eine Telefonnummer für Rückfragen an streit@taz.de. Redaktionsschluss: Mittwoch 21 Uhr.

Näheres zum Verfahren siehe im "Stichwort" rechts.

Doch seit Jahren erlebt die bemannte Raumfahrt eine Renaissance: China will einen Menschen auf den Mond schicken, Indien auch. 2020 sollen chinesische Taikonauten das erste Mal auf dem Mond landen.

Und auch die USA wollen nicht beiseite stehen: George W. Bushs gab eine erneute Mondlandung bis 2020 in Auftrag. Sie soll Vorbereitung sein für das nächste große Ziel – Schritte auf dem Mars. US-Präsident Barack Obama hat sich noch nicht klar zu diesem Erbe geäußert.

Diesesmal will auch die Europäische Weltraumorganisation ESA dabei sein. Im Mai hat sie erstmals seit 1992 wieder sechs neue Astronauten-Kandidaten ausgesucht – offiziell für internationale Missionen "zum Mond und darüber hinaus".

Alles nur ein milliardenteurer Ritus? Kritiker verurteilen bemannte Weltraummissionen als reine Prestigeprojekte. Raumfahrer würden im All mehr Probleme schaffen, als beseitigen. Die Befürworter dagegen appellieren an die Neugierde des Menschen, den Forscherdrang. Die Menschheit solle wieder einen großen Sprung wagen.

Was meinen Sie? Ist die bemannte Raumfahrt eine Geldverschwendung?

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben