: Kinotipp
Alfred Jodorowsky ist bekannt für seine surrealen Filme. Das Brotfabrik-Kino zeigt nun ein paar der Werke des Chilenen in einer Reihe, heute etwa um 21.30 Uhr seinen ersten abendfüllenden Spielfilm „Fando & Lis“. Er schildert die Initiationsreise eines Geschwisterpaars durch eine mythische Landschaft, ist dabei eine seltsame Mischung aus Literatur-Verfilmung und Performance. In seiner Zügellosigkeit und modernistischen Euphorie erinnert der Film sowohl an Vra Chytilovás „Tausendschönchen“ (1965) als auch an Russ Meyers „Faster, Pussycat! Kill, Kill!“ (1966). Als Vorfilm läuft Jodorowskys Kurzfilm „La Cravate“ (nach der Kurzgeschichte „Die vertauschten Köpfe“ von Thomas Mann), der 1957 völlig ohne Dialoge entstand.