: Mouseferatu, Anonymous und Euronymouse im Wastedland
Metal ist ja an sich eine ziemlich konservative Angelegenheit: lange Haare, die geschüttelt, Gitarren, die gequält werden müssen. Hier ein paar Totenköpfe, dort ein paar mehr. Ein umgedrehtes Kreuz, dazu ein böse grunzender Frontsänger und zumindest der Wunsch, einer Teufelsanbetersekte anzugehören: das wäre dann Blackmetal. Frisches sucht man hier vergebens. Doch im Untergrund, tief unter der Oberfläche, brodelt eine Melange aus Metal, Hardcore, Noise und Jazz. Eine ihrer Kapazitäten ist Venetian Snares. Mit aggressiven Stakkato-Beats meißelt er Melodien in Noise-Attacken aus ständigen Tempowechseln. Peter Votava alias pure und Jason Forrest alias Donna Summer haben den Kanadier nun zum zweiten Mal nach Berlin eingeladen. Wie er spielten auch die Friedrichshainer Hochgeschwindigkeitskracher Bolz’n bereits während des club transmediale 07 in der Maria. Wer sie schon mal erlebt hat, wird den markerschütternden Gesang von Alexandra nicht vergessen haben. Besonderes Interesse gilt am heutigen Abend aber den White Mice, ein metallisches Noise-Punk-Trio aus Providence, das als Zombie-Mäuse maskiert in Erscheinung tritt. µ-Ziq alias Mike Paradinas und die beiden Gastgeber vervollständigen mit drei weiteren Livesets den Abend. Danach geht bestimmt nicht mehr viel …
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