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Gut gekontert

■ Beim 2:2 zeigt Wolfsburg dem HSV wieder einmal dessen Grenzen auf

Die Euphorie ist nach diesem Spieltag endgültig verflogen. Der Hamburger Sportverein bleibt zwar zuhause weiter ungeschlagen, musste im Freitagsspiel gegen den VfL Wolfsburg jedoch erfahren, dass er an einer wohl chronischen Krankheit leidet: Im eigenen Stadion ist die Pagelsdorf-Elf noch immer nicht imstande, gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner das Spiel zu machen.

Selbst nach den beiden Hamburger Führungsreffern durch Rodolfo Cardoso (10. und 56. Minute) wichen die Gäste nicht von ihrer Kontertaktik ab. Dazu hatten sie auch gar keinen Grund, schließlich glich Jonathan Akpoborie jeweils postwendend wieder aus ( 12. und 65.). Der Nigerianer hätte das Spiel sogar zu Gunsten der Wölfe entscheiden können, scheiterte aber einige Male an seinen Nerven und dem Können Hans-Jörg Butts im Tor der Gastgeber.

Der HSV hingegen wirkte verkrampft ob der Tatsache, dass vorne die Anspielstationen fehlten: Wolfsburg nahm das Sturmtrio um Yeboah in permanente Manndeckung, und auch den Außen Hollerbach und Grammozis fehlten die Räume, um gefährlich zu flanken. So blieb Cardoso einziger Unruheherd und sicherte seiner Mannschaft einen zum Ende recht glücklichen Punkt. Denn hätten sie die Leichtsinnsfehler der HSV-Abwehr konsequenter bestraft, wären die Wölfe mit drei verdienten Punkten nach Hause gefahren. pj

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