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Polizei gegen Presse

Berlin (taz) - Die scharfen Sicherheitsmaßnahmen der Polizei und zahlreiche Übergriffe der Beamten gegen JournalistInnen haben zu einem hundsmiserablen Presse-Echo im Ausland geführt. Fast auf Schadenfreude stieß da die Nachricht, daß auch die beiden Pressesprecher der Berliner Polizei von Beamten aus Bayern am Dienstagabend während des „Trommelfeuers“ herumgeschubst wurden. Einer der beiden, die in Zivil gekleidet waren und ihren Dienstausweis hochgehalten hatten, wurde von einem Schlagstock getroffen.

Indes häufen sich die Berichte von Übergriffen gegen JournalistInnen. Einem Fotografen des 'Tagesspiegel‘ wurde die Kamera ins Gesicht gestoßen. 'dpa'- und 'ap'-Fotografen berichteten von Stockschlägen gegen ihre Kameras. Am Dienstag morgen wurde ein Presse-Fotograf auf dem Flughafen Tegel schikaniert. Auch ausländische Journalisten berichteten von Angriffen auf ihre Arbeit. Die Deutsche Journalisten-Union (dju) hat scharfen Protest eingelegt. Zwei am Montag abend erheblich verletzte Journalisten werden Anzeige erstatten.

Italienische Zeitungen hatten schon in ihren Montagsausgaben vom „Bunker“ Berlin ('Repubblica‘) und von „Berlin im Belagerungszustand“ ('Corriere della Sera‘) berichtet. Der „Bunker“ fiel auch in den 'BBC'-Nachrichten von Montag abend.

diba

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