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Leben mit an Epilepsie erkrankten Kindern

■ Elternkreis der an Epilepsie erkrankten Kinder

Am 13.9.1989 gründete sich in der Prof.-Hess-Kinderklinik der Elternkreis anfallskranker Kinder Bremen/Niedersachsen e.V.

Die Vertreter der Klinik, Verwaltungsdirektor Bolles, Klinikdirektor Prof. Dr. Gunschera, Dr.Auerwald und Psychologin Walter betonten in ihren Reden übereinstimmend die Wichtigkeit einer solchen Organisation. Die ebenfalls anwesenden Fachärzte erklärten, daß sie eine derartige Einrichtung schon lange für nötig gehalten hätten. Dies konnten die Eltern aus eigener leidvoller Erfahrung sehr bestätigen.

Mit der Diagnose „cerebrales Anfallsleiden“ - „Epilepsie“ beginnt nämlich für die gesamte Familie ein langer leidvoller Weg, der mit vielen Fragen, Selbstvorwürfen und Hilflosigkeit gepflastert ist. Ein großes Probleme sind auch eigene und fremde Vorurteile, Tabus und mittelalterliche Vorstellungen von Geisteskrankheit, die sich bis in die Gegenwart hartnäckig gehalten haben. Es ist auch heute noch schwer, diese Vorurteile zu überwinden und klarzumachen, daß die Anfallskrankheit keine Geisteskrankheit ist und nur selten erblich bedingt. Es gibt, wie bei anderen Krankheiten auch, gutartig und bösartig verlaufende Formen. Eine Epilepsie kann man behandeln und in vielen Fällen ausheilen.

Sie ist eine Erkrankung, die vom Gehirn ausgehts und beruht auf einer Funktionsstörung der Nervenzellen im Gehirn ausgeht und beruht auf einer Funktionsstörung der Nervenzellen im Gehirn. Ähnlich wie beim Kurzschluß kommt es zu elektrischen Entladungen. Der epileptische Anfall ist eine Folge von rasch aufeinanderfolgenden Entladungen der Nervenzellen des Gehirns. Jeder Mensch trägt eine latente Anfallsbereitschaft in sich. Zum Ausbruch einer Krampftätigkeit kommt es bei überstarker Reizung der Nervenzellen.

Diese Krankheit kann also jeden treffen (600.000 Menschen in der BRD sind betroffen). Sie ist eine Krankheit wie andere auch. Vorurteile, Ausgrenzungen und Tabus sollten abgeschafft werden. Der Elternverein will dazu beitragen, daß das Anfallsleiden eine selbstverständliche soziale Akzeptanz findet.

Allen Interessierten gibt der Elternkreis weitere Informationen bei den regelmäßigen Treffen am 2. Mittwoch jedenh Monats um 20 Uhr in der Bibliothek der Prof.-Hess -Klinik. Darüber hinaus stehen die Vorsitzenden nachmittags gern zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung: M. Büsing Tel. 400689, G. Deutscher Tel. 453070, Chr. Preusche Tel.822367 und aus der Rothenburger Gruppe, C.Stahl Tel.04207/2298

Selbstdarstellungen von Projekten und Initiativen an : taz Bremen, Am Dobben 123, 2800 Bremen 1.

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